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Lokales Leipzig: Glashaus im Clara-Zetkin-Park öffnet mit neuen Betreibern
Leipzig Lokales Leipzig: Glashaus im Clara-Zetkin-Park öffnet mit neuen Betreibern
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16:33 08.04.2016
Hausgemachte Torten, Kuchen und natürlich jede Menge Eis – so wollen Kellnerin Ulrike Rothe, Pächter Henrik Dantz, Restaurantleiter Thomas Hannover und Schichtleiterin Mary Linke (von links) die Gäste im Glashaus verwöhnen.  Quelle: Wolfgang Zeyen
Leipzig

Auf den ersten Blick sieht alles so aus wie immer im traditionsreichen Glashaus. Doch wer genauer hinschaut und noch mal mit den eigenen Erinnerungen vergleicht, wird bald viele kleine, aber feine Unterschiede bemerken. So gibt es neben dem neuen, türkisfarben gefliesten Tresen im Gastraum nun einen eigenen Bereich ausschließlich für Eis! 20 Sorten locken dort in Edelstahlschalen. Bis zu 50 verschiedene Eisbecher sollen bald zum Repertoire des Ausflugslokals gehören, das seit dem Bau 1956 bei den Leipzigern stets beliebt war.

„Mit Eis kennen wir uns nun mal sehr gut aus“, sagt Henrik Dantz, dessen Firmen auch die Milchbar Pinguin am Markt (sowie das Haus Leipzig, Central Kabarett und andere) betreiben. Im Glashaus, das Immobilien-Filou Wolfgang Kaiser vor 15 Jahren von der Stadt in Erbpacht übernommen und saniert hatte, tritt Dantz nun gemeinsam mit Thomas Reiche als neuer Pächter auf. Auch Reiche verfügt über viel Gastronomie-Erfahrung, seine Firma bewirtschaftet neben den Fußballstadien in Dresden und Halle unter anderem die Leipziger Mehrzweckhalle Arena.

Mehr als 400.000 Euro haben beide seit der Schließung im vergangenen Dezember in den Pavillon und die Freianlagen investiert. Nun gibt es drinnen indirektes Licht und französische Lampen, Fußbodenheizung sowie geräumigere Toiletten (behindertengerecht und an einer anderen Stelle; samt Babywickelraum). Auch die Küche wurde komplett erneuert: Sie ist jetzt vom leicht erweiterten Gastraum mit seinen 120 Sitzplätzen (und einem Extra-Tisch für Kleinkinder) sogar durch eine große Glasscheibe einsehbar.

Auch draußen hat sich einiges getan, wurden zum Beispiel Einfriedungen repariert und das historische Terrassenpflaster in Richtung Grill-Hütte verlängert. Die Trennung zwischen Speisen à la carte auf der Terrasse (200 Plätze) und dem Selbstbedienungsbereich (ebenfalls 200) bleibt bestehen, erklärt Dantz. „Wir wollen hier die Tradition fortsetzen, kein Tamtam, sondern Ruhe und Entspannung bieten. Am schönsten finde ich, wenn man das Vogelgezwitscher im Park hören kann und vielleicht noch ein Eichhörnchen sieht.“ Am Grill-Stand werde es künftig aber Gläser und richtige Teller geben, keine Plastebecher und Pappgeschirr mehr.

In Abstimmung mit dem Amt für Stadtgrün und Gewässer sowie dem Denkmalschutz solle auf den Freiflächen schrittweise ein Konzept umgesetzt werden, das den neuen kommunalen Planungen und Bürgerbeteiligungen zum Clara-Zetkin-Park entspricht. Themen dabei sind etwa die Eindämmung der Trampelpfade, mehr Sträucher oder größere Baumkreise aus Sand, die Kinder zum Spielen nutzen können. Auch auf der Speisekarte des Glashauses, das einst von den Architekten Rämmler und Neumann nach dem Vorbild von Orangeriebauten entworfen wurde und eine gestalterische Einheit mit der Parkbühne bildet, sind noch Erweiterungen vorgesehen. Küchenchef André Heller will gutbürgerliche und mediterrane Gerichte anbieten, wobei Fleisch, Molkereiwaren, Biobrot oder (je nach Saison) Obst und Gemüse von Erzeugern aus der Region stammen. „Auch die Kuchen und das Eis sind hausgemacht.“

Geöffnet ist täglich von 9 bis 23 Uhr. An den Wochentagen gibt es ein „Mutti-Frühstücksbuffet“ zum Eröffnungspreis von 5,90 Euro, samstags ein Schlemmerfrühstücksbuffet und sonntags Brunch.

Von Jens Rometsch

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