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Lokales Leipzig: Große Pläne für die Georg-Schwarz-Straße und ihre maroden Brücken
Leipzig Lokales Leipzig: Große Pläne für die Georg-Schwarz-Straße und ihre maroden Brücken
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00:18 24.02.2016
Die beiden maroden Georg-Schwarz-Brücken müssen völlig erneuert und besser an den S-Bahn-Haltepunkt Leutzsch angebunden werden.
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Leipzig


Die Strecke zwischen der Hans-Driesch-Straße und Böhlitz-Ehrenberg ist seit Jahren verschlissen. Deshalb registrierten viele Anwohner aufmerksam, als die Stadtverwaltung immer mal wieder die Sanierung dieses Abschnittes ankündigte. „Vor Jahren wurde mit großem Trara verkündet, dass die Georg-Schwarz-Straße in Leutzsch zwischen dem Rathaus Leutzsch und den Böhlitzer Brücken im Jahr 2015 generalsaniert werden sollte“, schreibt Dieter Wasmayr aus der Karl-Schurz-Straße 64 an die LVZ. „Später kam dann die Information, dass diese Angelegenheit auf das Jahr 2016 verschoben würde. Nach meinem Empfinden ist hier nun aber seit geraumer Zeit absolute Ruhe eingezogen.“ Wasmayr interessiert, was nun mit der Generalsanierung wird.

Leipzigs oberster Brückenbau-Experte Klaus Barthel räumt eine Verzögerung ein. „Ursprünglich wollten wir schon im Jahr 2015 mit der Erneuerung der Georg-Schwarz-Brücken beginnen“, erklärte er am gestrigen Sonntag auf LVZ-Anfrage. „Aber es gab Probleme mit der Deutschen Bahn, die im Umfeld Bauarbeiten erledigen musste.“ Dennoch werde im Verkehrs- und Tiefbauamt seit längerm intensiv die Erneuerung der beiden großen Brücken vorbereitet. „Wir sind dabei, den Bau einer Ersatzbrücke zu organisieren, die wir ähnlich wie vor einigen Jahren in der Antonienstraße bauen wollen“, so Barthel.

In der Antonienstraße ließ die Stadt im Jahr 2014 einen Damm aufschütten und anschließend neben der eigentlichen Brücken-Baustelle eine fast 30 Meter lange Behelfsbrücke errichten, auf der die Straßenbahnen und der stadtauswärtige Verkehr rollten. Radfahrer und Fußgänger wurden ebenfalls über diese Hilfskons-truktion geführt. Nach Fertigstellung der eigentlichen Brücken wurde sie wieder abgebrochen.

Klaus Barthel betont, dass für die Erneuerungen der Georg-Schwarz-Brücken auch noch die finanziellen Voraussetzungen geschaffen werden müssen. „Diese Vorhaben kosten insgesamt rund 15 Millionen Euro“, sagt er. „Der Baubeginn ist ab dem Jahr 2020 geplant.“

Bis dahin will das Verkehrs- und Tiefbauamt schon die Georg-Schwarz-Straße zwischen Hans-Driesch- und Philipp-Reis-Straße erneuert haben. Dort sollen nicht nur Fahrbahnen und Gleise erneuert werden, das Rathaus will auch eine deutliche städtebauliche Aufwertung erreichen. „Deshalb wird dort von Hauswand zu Hauswand gearbeitet werden“, erklärte Michael Jana, Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes. Nach Abschluss der Entwurfsplanung gebe es dieses Frühjahr eine Veranstaltung für die Anlieger zu den Straßenausbaubeiträgen und im Herbst werde zum Bauablauf und zur Verkehrsführung informiert. Notwendig sei aber auch, dass der Stadtrat Ende Juni 2016 dem avisierten Bau- und Finanzierungsbeschluss zustimmt und damit die Finanzierung absichert, so Jana.

Die Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) wollen in diesem Abschnitt nicht nur ihre Gleisstränge erneuern, sondern auch die Haltestellen barrierefrei gestalten – also mit erhöhten Borden, die das Einsteigen erleichtern. „Wir werden dort in zwei Teilabschnitten arbeiten“, schildert LVB-Sprecher Marc Backhaus den Stand der Vorbereitungen. „Zunächst wird der Bereich zwischen der Hans-Driesch-Straße und der Pfingstweide im Jahr 2017 neu gestaltet; dann arbeiten wir im Jahr 2018 von der Pfingstweide bis zur Philipp-Reis-Straße.“ Laut Verkehrs- und Tiefbauamt sollen die LVB ihre Aktivitäten im April 2017 starten und bis Dezember 2018 abschließen.

Die Baupläne sehen vor, dort auch die Gehwege zu erneuern und sogenannte Gehwegnasen an den Einmündungen zu errichten, um Fußgängern das Queren zu erleichtern. Auf der südwestlichen Seite werden Bäume gepflanzt und Stellplätze eingerichtet. Vom Bauanfang bis zur William-Zipperer-Straße ist in beiden Richtungen ein Radfahrstreifen geplant. Autos und Straßenbahnen sollen auf einem gemeinsamen Fahrstreifen pro Richtung verkehren. Im Bereich der Leutzsch-Arkaden wird eine Fußgängerampel installiert. Die stadtwärtige Haltestelle der Philipp-Reis-Straße soll leicht nach Norden verschoben werden; die Haltestelle Pfingstweide in Richtung William-Zipperer Straße.

Von Andreas Tappert

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