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Lokales Wasserwerker bekämpfen Ratten in Schleußig
Leipzig Lokales Wasserwerker bekämpfen Ratten in Schleußig
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06:06 04.07.2018
Die Rattenfänger der Leipziger Wasserwerke sind in der Oeserstraße in Leipzig-Schleußig aktiv. Lisa Knebel (24) legt einen Rattenköder aus. Quelle: Andre Kempner
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Leipzig

Ausgerechnet im beschaulichen Schleußig haben die Wasserwerke am Dienstag mit einer gezielten Rattenbekämpfung begonnen. In der Kanalisation der Oeserstraße wurden Köder ausgelegt.

Die Wasserwerke hätten von einer Anwohnerin in der Oeserstraße am Montag von einer Rattensichtung im Hinterhof erfahren, erklärt Wasserwerke-Sprecherin Katja Gläß. „Ungeachtet, ob die Tiere aus dem Kanal kamen, aus dem Auwald oder einfach Großstadttiere sind, gehen wir diesen Hinweisen natürlich nach“, erklärt sie. Im Bereich um das betroffene Grundstück seien von den Kollegen am Morgen Rattenköder in der Kanalisation deponiert worden. Gläß: „Dabei handelt es sich um eine Art Kekse, die im Kanal ausgelegt und bei Vorhandensein einer Population aufgenommen werden.“ In einer Woche werde nachkontrolliert und bei Bedarf nachgelegt. Laut Anwohnerzetteln ist die Aktion bis Anfang August geplant.

Plage in Berlin

In anderen Städten gibt es derzeit schon fast Rattenplagen. In Berlin berichtete der Tagesspiegel, dass die Bekämpfungsmaßnahmen in den letzten Jahren enorm gestiegen seien. 2017 habe es laut Landesamt für Gesundheit und Soziales in der Stadt 10 022 Fälle gegeben. Im Vorjahr waren dort in Mitte sogar vier Spielplätze für mehrere Wochen gesperrt. In New York mit geschätzten zwei Millionen Ratten bei 8,5 Millionen Einwohnern setzen die Rattenbekämpfer gar Trockeneis in Parks ein. Die eisigen Brocken werden in die Rattenlöcher gelegt. An der Luft setzen die Klümpchen das Gas frei, die Schädlinge ersticken in den Gängen. In Deutschland ist die Methode noch nicht zugelassen.

In Leipzig keine Schwerpunkte

Leipzig ist dagegen nach Meinung der Wasserwerker noch nicht besonders stark von Ratten betroffen. Ein Schwerpunkt sei auch Schleußig nicht, hieß es.

Können schnell zur Plage werden: eine Ratte. Quelle: Archiv

Ratten seien eine „normale“ Begleiterscheinung in der Kanalisation. Gläß: „In Leipzig haben wir weder übermäßige Zahlen, noch Schwerpunkte.“ Punktuell gebe es Hinweise oder Sichtungen, denen die Kollegen aus dem Fachbereich Kanalnetz dann nachgehen.

Das Vorkommen von Ratten sei meist hausgemacht, so die Wasserwerke. Gläß: „Achtlos in die Toilette geworfene Essensreste, Komposthaufen im Garten, ein unbedarft ins Gebüsch geworfenes Pausenbrot, offene Mülleimer, die Kartoffelschale neben statt in der Biotonne – Ratten werden davon angezogen“, erklärt sie und bittet, so wenig Anreize wie möglich für die Nager zu schaffen.

Von Jörg ter Vehn

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