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Lokales Leipzig Kolleg für 2,1 Millionen Euro saniert – barrierefreies Lernen möglich
Leipzig Lokales Leipzig Kolleg für 2,1 Millionen Euro saniert – barrierefreies Lernen möglich
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12:16 24.06.2011
Quelle: Christian Nitsche
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Leipzig

Am Freitag wurde das Schulgebäude an Czermaks Garten an die Schüler übergeben. Freude herrschte bei Andreas Kesselhut, Leiter des Kollegs, über einen mit der Sanierung verbundenen Vorteil.

Denn dass die Schule nun auch für Behinderte zugänglich ist, mag selbstverständlich klingen, ist es aber nicht. "Bisher mussten die Schüler von Zivildienstleistenden die Treppen hinauf getragen werden", schildert Katrin Nobis vom Amt für Jugend, Familie und Bildung. Nun sei der Realschulabschluss für Menschen mit Behinderung auf dem zweiten Bildungsweg auch in Leipzig möglich - vorher ging das nur in Chemnitz.

Leipzig. Energetisch und barrierefrei: Das sind die neuen Schlagworte, mit denen das Gebäude des Leipzig Kollegs und des Abendgymnasiums/Abendmittelschule im Leipziger Zentrum fit für die Zukunft sein soll. Am Freitag wurde das Schulgebäude an Czermaks Garten an die Schüler übergeben. Freude herrschte bei Andreas Kesselhut, Leiter des Kollegs, über einen mit der Sanierung verbundenen Vorteil.

Die Baukosten für das 1974 errichtete Gebäude betragen etwa 2,1 Millionen Euro. "Wir haben neue Fenster bekommen, eine neue Außenhülle sowie breitere Türen und einen Fahrstuhl", erklärte Schulleiter Andreas Kesselhut. Die Grünflächen würden nun die Studierenden einladen, zu debattieren und sich einfach mal zurück zu ziehen. Erika Wesemann, Schulleiterin des Abendgymnasiums und der Abendmittelschule, sagte: "Der Begriff `Schule´ kommt aus dem Lateinischen und heißt auch `Ort der Muße´. Nun haben wir einen Platz bekommen, an dem die Schüler Muße für das Lernen entwickeln können."

Der Aufwand dafür ist groß. 900 Quadratmeter Dachfläche und 2600 Quadratmeter Fassade wurden saniert, 310 Fenster ausgetauscht und 92 Sonnenrollos angebracht. Auch das Heizungssystem wurde erneuert - alles, um Energie und damit Kosten zu sparen. "Anders geht es aber auch gar nicht mehr", sagte Schulbürgermeister Thomas Fabian mit Blick auf die Anforderungen an eine Schulsanierung.

Das Problem ist dabei das Geld, deutet Katrin Nobis an. "Die energetische Sanierung wird immer teurer, da die Kriterien von Jahr zu Jahr strenger werden. Früher musste die Wärmedämmung zwölf Zentimeter dick sein, heute sind es schon 16." In konkreten Zahlen bedeutet das, dass die Sanierung der Schule an Czermaks Garten vor einigen Jahren laut Nobis etwa 1,2 Millionen Euro gekostet hätte, heute sind es 1,76 Millionen Euro. Die Außenanlagen wurden für 420.000 Euro erneuert.

Trotz der steigenden Kosten und einem Investitionsstau von 570 Millionen Euro sieht Fabian die Stadt auf einem "guten Weg". "Seit 2008 haben wir schon vieles erreicht, das Tempo müssen wir beibehalten. Dabei sehe ich uns mit den 30 Millionen Euro Eigenmittel gut aufgestellt."

Wie die 172. Grundschule in Leutzsch, die Adam-Friedrich-Öser-Schule in Eutritzsch und die Schule in Portitz wurde auch das Gebäude des Kollegs und des Abendgymnasiums mit Mitteln des Konjunkturpakets II finanziert. Die Gesamtkosten für alle Schulen belaufen sich laut Nobis auf 36 Millionen Euro.

Reik Anton

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