Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Leipzig: Neue Bach-Schnitzerei aus dem Erzgebirge
Leipzig Lokales Leipzig: Neue Bach-Schnitzerei aus dem Erzgebirge
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:08 21.03.2016
Bachforscher Eberhard Spree präsentiert den Bach-Drehkastl vor dem Bachdenkmal in Leipzig. Quelle: André Kempner
Anzeige
Leipzig

Zusätzlich zum räuchernden Johann Sebastian Bach gibt es im Souvenir-Shop der Leipziger Thomaskirche seit neuestem auch einen „Bach-Drehkastl“. Eberhard Spree, Ideengeber des Neulings in den Reihen der Bach-Erinnerungsstücke, will damit die Serie kleiner handgemachter Original-Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge fortführen. Das Drehkastl, in etwa so groß wie eine Streichholzschachtel, zeigt Johann Sebastian Bach vor einer Miniatur-Orgel. Das drehende Element lässt den singenden Kantor vor der Orgel erscheinen und wieder verschwinden.

Wie der Bach-Forscher und Gewandhauskontrabassist Spree unlängst im Archiv in Freiberg herausfand, besaß Bach Anteile am Ursula-Erbstollen in Kleinvoigtsberg im Erzgebirge. Mitte des 18. Jahrhunderts hat der ehemalige Thomaskantor und Komponist einen Anteil am Stollen erworben. Für eine gewisse Schicht der Gesellschaft galt das offenbar als schick. Je nach Umstand und Situation der Grube hat Bach diesen ver- oder wieder gekauft und beweist damit, sich mit dem Stollen intensiver beschäftigt zu haben. Die beachtliche Verbindung des Leipzigers zum Bergbau im Erzgebirge will Eberhard Spree anhand der manuell und sorgsam gefertigten Werke der dort ansässigen Holzschnitzer bestärken.

Den künftigen Besuchern des Thomas-Shops soll mit Johann Sebastian Bach im Drehkastl ein möglicher neuer Verkaufsschlager geboten werden. Und eventuell auch eine Alternative zum eher weihnachtlich anmutenden Räucher-Bach: ein ventilierender, sich selbst drehender „Fächer“ für die wärmeren Tage des Jahres ...

Von Juliane Röhrle

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In den letzten Jahren hat die Stadt Leipzig immer mehr Spenden eingenommen. Den Spitzenwert laut der LVZ vorliegenden Zahlen erreichte das Jahr 2014. Über 1,8 Millionen Euro in Form von Geld- und Sachspenden flatterten in die Stadtkasse, die dann sach- und projektbezogen weitergereicht wurden. 2015 waren es über eine Million Euro. Hingegen hat die Anzahl der Erbschaften aus unterschiedlichen Gründen abgenommen.

08.11.2016

Der Frühlingsanfang hat sich am Sonntag in der Region Leipzig von seiner herbstlichen Seite gezeigt. Auch in den kommenden Tagen ist laut Meteorologen erst einmal keine Besserung in Sicht. Für Ostern gibt es allerdings einen Hoffnungsschimmer.

21.03.2016

Ein Bildband der Erinnerungen: Seit rund drei Monaten läuft das Projekt Leipzig-Album von LVZ und Hinstorff-Verlag. Am Sonntag traf sich das Team am Stand von Hinstorff auf der Buchmesse, um ein kleines Fazit zu ziehen.

20.03.2016
Anzeige