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Lokales Leipzig: Richard-Wagner-Haus im Naturkundemuseum?
Leipzig Lokales Leipzig: Richard-Wagner-Haus im Naturkundemuseum?
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09:08 31.08.2017
Was passiert mit der Immobilie, wenn das Naturkundemuseum ausgezogen ist? Der Richard-Wagner-Verband hat da eine Idee.   Quelle: André Kempner
Leipzig

 Der Richard-Wagner-Verband hat sich mit einem Vorstoß an die Mitglieder des Kulturausschusses gewandt. Schon seit längerem werben die Leipziger Wagnerianer für ein Richard-Wagner-Haus in der Stadt. Schließlich sind auch Bach, Schumann, Mendelssohn und Grieg eigene Gebäude gewidmet. Jetzt schlägt der Verband vor, künftig einen Teil des bisherigen Naturkundemuseums nutzen zu dürfen. „Das 1837/39 errichtete Gebäude des Naturkundemuseums steht als klassizistischer Bau wie wenige andere für die Wagnerzeit und in räumlicher Beziehung zu seiner Geburtsstätte und dem Alten Theater, seinem wichtigsten Inspirationsort zum Musiker und Komponisten“, so der Verbandsvorsitzende Thomas Krakow.

Das Gebäude befinde sich in kommunalem Besitz, die Stadt habe also Einflussmöglichkeiten. „Wir wissen, dass die Planungen bisher eine andere Zukunft für das Haus vorsahen“, erklärt Krakow mit Blick auf den vorgesehenen Verkauf der Immobilie. Die Erlöse daraus sollten in den neuen Standort fließen, der voraussichtlich 2020 in Halle 7 auf dem Gelände der Baumwollspinnerei öffnet.

Man sei sich über die katastrophale bauliche Situation im Klaren; der Sanierungsaufwand sei sehr hoch. Bei Realisierung der Idee benötige man „bei weitem nicht das ganze Haus“. Doch mit einem Richard-Wagner-Haus im Naturkundemuseum könne „die Vision der Vollendung der Musikstadt Leipzig mit einer wirklichen Heimstatt für ihren weltweit berühmtesten Sohn Wirklichkeit werden“. Krakow bittet die Mitglieder des Kulturausschusses um Unterstützung: „Lassen Sie uns gemeinsam an dieser Vision an einem dafür passenden Ort arbeiten. Hier haben die Stadt und ihre im Sinne der Sache wirkenden Bürger einen Gestaltungsspielraum. Lassen Sie diese Chance nicht vorüber ziehen.“

Krakow führt die touristischen Effekte der jüngsten Wagner-Aufführungen an der Oper („Ring des Nibelungen“) sowie die umfangreichen Marketingaktivitäten des Verbands ins Feld. „Wir möchten bei Ihnen für die Anerkennung dieser ehrenamtlichen Arbeit werben und deren Würdigung durch eine institutionelle Förderung.“

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Von Björn Meine

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