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Leipzig arbeitet ab sofort mit Superhirn im Biodiversitätszentrum

Leipzig arbeitet ab sofort mit Superhirn im Biodiversitätszentrum

Neuer Bit-Bolide für die Wissenschaft: Die Experten des vor zwei Jahren mit Sitz in Leipzig gegründeten Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung (Idiv) können jetzt einen Hochleistungsrechner in ihre Arbeit einspannen.

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Der neue Supercomputer des Zentrums für Biodiversitätsforschung.

Quelle: André Kempner

Der für rund eine Million Euro angeschaffte Supercomputer ging gestern offiziell in Betrieb. Standort der hochkarätigen Hardware ist das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) in der Permoserstraße.

Großer Bahnhof für eine Maschine, die rund 30 Billionen Rechenoperationen pro Sekunde bewältigt: Bei der Einweihung des von der Firma Dell gelieferten HPC-Clusters war auch das Rektoren-Trio jener Hochschulen dabei, die das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft mit rund 28 Millionen Euro geförderte Idiv gemeinsam mit dem UFZ betreiben. Beate Schücking von der Leipziger Uni sowie ihre Amtskollegen aus Halle und Jena, Udo Sträter und Klaus Dicke, ließen sich eine Visite im Hardware-Herz nicht nehmen. Das schlägt im Visualsierungszentrum des UFZ, wo die Anlage in den letzten Monaten direkt neben dem bisherigen Computerkomplex des Helmholtz-Zentrums installiert wurde und mit ihm fortan im Verbund werkelt. In dem klimatisierten Raum brummt das energieintensive System jetzt wie ein Bienenschwarm.

Aufgerüstet wurde mit 70 Servern, die Speicherkapazität liegt bei 400 Terabyte. Über Leitungen mit einer Datentransfer-Kapazität von zehn Gigabit sollen künftig alle Idiv-Partner mit der IT-Powereinheit, die das Betriebssystem Linux nutzt, vernetzt sein. UFZ-Direktor Georg Teutsch: "Zur Modellierung komplexer Prozesse braucht es eine solche Hightech-Anlage, sie ist das Rückgrat." Er sei froh, dass beim Infrastruktur-Aufbau des Idiv wieder ein "dicker Haken" gemacht werden könne, meinte dessen Chef Christian Wirth, der an Leipzigs Uni die Professur für funktionelle Botanik innehat und der den Botanischen Garten leitet. Er umriss das Einsatzspektrum des HPC-Clusters. Das reiche von der Simulation ökologischer Szenarien über die Analyse genetischer Informationen bis zur Auswertung von Beobachtungen, die durch Satelliten und andere Fernerkundungsinstrumente geliefert werden und die Aufschluss über die Beschaffenheit der Artenvielfalt in bestimmten Naturräumen geben. Auf dem weiten Feld der Bioinformatik sei der Computer inklusive seiner Software ein hervorragendes Werkzeug.

Zur personellen Entwicklung sagte Wirth, dass das maßgeblich vom Univerbund Leipzig-Halle-Jena getragene Idiv inzwischen rund 100 Mitarbeiter habe, perspektivisch werde die Belegschaft auf 250 anwachsen. Von den acht Professuren seien bisher sechs vergeben. Unklar ist weiter, wo das Idiv künftig sein Domizil bekommt. Als Interimsquartier dient derzeit die Biocity am Deutschen Platz. Dort wird es langsam eng. Nach aktuellem Stand gibt es zwei Optionen zur Unterbringung des Biodiversitätszentrums: Entweder soll es im Stadtgebiet in eine Bestandsimmobilie oder in einen Neubau als Mieter einziehen. Die Entscheidung hänge von dem eingeleiteten Verhandlungsverfahren ab, so Wirth.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.05.2014

Mario Beck

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