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Lokales Leipzig bekommt den größten Trampolin-Park Deutschlands
Leipzig Lokales Leipzig bekommt den größten Trampolin-Park Deutschlands
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00:16 22.11.2016
Meterhohe Sprünge sind im Hauptfeld des Kölner Jump House keine Seltenheit. Es besteht aus 50 zusammenhängenden Trampolinen, wurde erst im Oktober eröffnet. Quelle: Foto: Jump House
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Leipzig

Die Kunst- und Gewerbehöfe Plagwitz sind immer wieder für eine Überraschung gut. Anfang 2017 soll dort der größte Trampolin-Park der Bundesrepublik öffnen, bestätigte der deutsche Marktführer Jump House auf LVZ-Anfrage. „Noch sind unsere Gespräche mit der Leipziger Stadtverwaltung hierzu nicht abgeschlossen, aber sie laufen wirklich erfolgversprechend“, erklärte Unternehmenssprecherin Isabel Albrecht. „Wir sind sehr guter Dinge, dass das klappt.“

Trampolin-Parks in riesigen Hallen sind ein Freizeittrend, der aus den USA stammt. Ende 2014 eröffneten die Hamburger Unternehmer Christoph Ahmadi und Till Walz das erste Jump House in der Hansestadt. „Schon im ersten Jahr kamen über 100 000 Besucher“, so die Sprecherin. Nach Hamburg, Flensburg und Berlin folgte erst im letzten Monat ein vierter Park in Köln auf 3700 Quadratmetern. Dort sind 117 Trampoline in sieben Bereichen eingesetzt. Die Gäste können sich nicht nur wie ein Flummi fühlen oder in Luftkissen versinken. Fitnessprogramme und ein Ninja-Hindernissparcours gehören ebenso zum Angebot wie ein dreidimensionales Völkerballspiel oder Trampolin-Wände, die sich wie von Spiderman in großen Sprüngen erklimmen lassen.

In Leipzig kommt die vorgesehene Halle an der Markranstädter Straße 8A (dort war anfangs die „LE Kickerhall“, später eine Flüchtlingsunterkunft) auf eine Höhe von 8,50 Meter und über 4000 Quadratmeter Fläche. „Es wird das bislang größte Projekt“, sagte Albrecht dazu. Der Trampolin-Park passe ausgezeichnet ins Konzept der Kunst- und Gewerbehöfe, ergänzte Ulf Graichen. Er ist in der Geschäftsleitung des Leipziger Projektentwicklers CG-Gruppe AG für das 18 Hektar umfassende Gelände zwischen Zschocherscher Straße und Plagwitzer Bahnhof zuständig. „Neben viel Gewerbe wollen wir auch attraktive Freizeitangebote schaffen.“ Hierzu zählten bereits die Eventhalle Täubchenthal an der Wachsmuthstraße, die Tanzschule Jörgens in der Gießerstraße, das „Da Capo“ an der Karl-Heine-Straße oder der Fitnesstempel Crunchfit auf 2300 Quadratmetern unmittelbar an der Zschocherschen Straße.

Im neuen Fachmarktzentrum gleich neben Crunchfit wurde soeben eine 1400 Quadratmeter große Restaurantfläche an den künftigen Betreiber übergeben, fuhr Graichen fort. Dort wolle Anfang 2017 ein Asia Grill Tempel mit mongolischem Grill an den Start gehen. Gewissermaßen als Kontrastprogramm zum Restaurant „La Fonderie“, das jüngst in einer früheren Gießerei an der Gießereistraße entstand.

„Das Fachmarktzentrum an der Zschocherschen Straße ist jetzt fertig“, erklärte er. Gegenüber dem Leipziger Möbelbauer Massivum entstanden mit roten Ziegelsteinen verkleidete Neubauten, die 5000 Quadratmeter Nutzflächen bieten. In den vergangenen Monaten öffneten dort unter anderem ein Rewe-Markt, Penny, Fleischerei Richter, Bäcker Wendl, ein Hausgeräte-Service, Frisör, Sparkassen-Service-Point und weitere Läden. In den nächsten Tagen komme noch die Beethoven-Apotheke hinzu. „Wir haben allein hier rund 100 Arbeitsplätze geschaffen.“

Zur Abrundung dieses Quartiers will die CG-Gruppe im nächsten Jahr noch die Altbau-Ruine hinter der Total-Tankstelle an der Limburger Straße sanieren. „Wir erhalten dieses Objekt, obwohl es nicht unter Denkmalschutz steht“, sagte Vorstandsvorsitzender Christoph Gröner. „Die historische Industrie-Architektur ist für den Charme dieses immer lebendiger werdenden Viertels entscheidend.“ Während an der Limburger Straße zusätzliche Gewerbeflächen entstehen, sind am anderen Ende des Areals – nahe der Engertstraße – neben einem neuen Bürogebäude mit 6000 Quadratmetern Nutzfläche, einem Hotel, Boarding- und Parkhaus auch Wohnungen auf 10 000 Quadratmetern geplant. Zwei Baulücken neben dem achtgeschossigen Hochhaus an der Engertstraße werden dabei gleich mit geschlossen. Nahe zur S-Bahn-Station oder den Kunstgalerien in der Baumwollspinnerei sei diese Lage sicher auch als Wohnstandort sehr gefragt, meinte er.

Von Jens Rometsch

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