Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Leipzig bekommt ein Sommermusikfestival – Partner stehen fest
Leipzig Lokales Leipzig bekommt ein Sommermusikfestival – Partner stehen fest
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:38 22.03.2018
Die Classic Open – hier im Sommer 2017 – sind Geschichte. Jetzt kommt das Sommermusikfestival. Quelle: André Kempner
Leipzig

Musik umsonst und draußen – das sollen die Leipziger auch in diesem Jahr wieder auf dem Markt genießen können. Als Nachfolge-Event für die Classic Open bekommt Leipzig vom 3. bis 12. August ein Sommermusikfestival. Am Donnerstag gab die Stadt auch die neuen Veranstalter bekannt.

Die Leipziger Fairnet GmbH mit zahlreichen gastronomischen Partnern und dem Krystallpalast Varieté Leipzig überzeugten die Jury aus Mitgliedern der Stadtrats-Fraktionen, Vertretern der Verwaltung und der Leipziger Tourismus- und Marketing GmbH.

Die Besucher können wie auch bei den von Peter Degner initiierten Classic-Open einen Mix aus Musik aus der Konserve und Live-Programm erwarten, verriet Marktamtsleiter Walter Ebert. Auch eine Filmvorführung gehöre zu den Ideen für die Highlights unter freiem Himmel. Neuerungen wird es im Aufbau geben: So wird die Bühne in diesem Jahr voraussichtlich vor dem Alten Rathaus aufgebaut.

Jennicke: Entscheidung nicht leicht gemacht

„Wir freuen uns sehr“, sagte Krystallpalast-Geschäftsführer Rüdiger Pusch. Die Nachricht vom Zuschlag sei für ihn auch ganz neu, Details zum Sommerprogramm könne er noch nicht nennen. Auch der Veranstalter Fairnet hält sich noch bedeckt. Zur Umsetzung des Konzepts, dem zukünftigen Namen und zu den Inhalten könne man so kurz nach der Zusage keine Angaben machen. „Ein erstes Gespräch mit der Stadt Leipzig zur Konkretisierung wird aktuell koordiniert“, so Fairnet-Prokurist Dirk Deumeland gegenüber LVZ.de.

Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke (Linke) dankte den Teilnehmern des Interessenbekundungsverfahrens. „Die Jury hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht“, sagte sie. Die Entscheider hätten die detaillierten Bewerbungsunterlagen „umfassend und gründlich analysiert und bewertet“.

Neben Fairnet, dem Verein PopSaxony und der Stimmungszeit K.D. Promotion & Events Veranstaltungsgesellschaft hatte sich auch das Unternehmen Saxonia Catering beworben – in Zusammenarbeit mit Peter Degner.

Degner dankt Wegbegleitern

Peter Degner bei einem Interview-Termin in der LVZ. (Archiv) Quelle: André Kempner

Am Donnerstag bedankte Degner sich bei Wegbegleitern. Nach 23 Jahren Classic Open höre er auf. Es seien Jahren mit Freud und Leid gewesen. Der Kulturmanager spricht auch von Neid und Missgunst, die ihm entgegengebracht worden seien. „Trotzdem hat es für Euch und mit Euch immer Spaß gemacht“, so der Leipziger,

Degner löste nach jahrelanger Ausrichtung des Events zuletzt die Krise aus: Für einen kommunalen Zuschuss von 50.000 Euro, die seine Degner-Stiftung erstmals 2017 erhalten hatte, legte er keine Originalbelege offen. Stattdessen zahlte die Stiftung das Fördergeld zurück, Degner zog sich daraus zurück. Gegenüber der Leipziger Volkszeitung betonte Degner: „Ich habe niemanden betrogen.“ Es habe bei der Veranstaltung immer mal geruckelt, am Ende sei immer alles gut gegangen. Der 63-jährige Degner verabschiedete sich nun in eine schöpferische Pause.

Von Evelyn ter Vehn

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Dynamische Anzeigetafeln, Gastronomie-Angebote, ein angeschlossenes Parkhaus – der neue Fernbusbahnhof in Leipzig wird von den Betreibern als modernster seiner Art in Deutschland bezeichnet. LVZ.de erklärt, wie das am Donnerstag eröffnete Terminal funktioniert.

23.03.2018
Lokales Gleichstellungsministerin Köpping - Neues Antidiskriminierungsbüro in Leipzig

Das Antidiskriminierungsbüro (ADB) Sachsen hat gestern in Leipzig seine Hauptgeschäftsstelle eröffnet. Zwei weitere Einrichtungen in Dresden und Chemnitz sollen folgen.

22.03.2018
Lokales Stadtwerke-Aufsichtsrat tagt - Wackelt Leipzigs Polen-Geschäft?

Das Stromgeschäft lohnt sich für Leipzigs Stadtwerke kaum noch – zu gering sind die Margen. Bloß gut, dass seit Jahren regelmäßig Millionen-Gewinne aus der polnischen Tochter GPEC nach Leipzig fließen. Doch das könnte sich bald ändern.

25.03.2018