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Lokales Leipzig erinnert an Opfer des Nationalsozialismus - Gedenkort für ermordete Kinder geplant
Leipzig Lokales Leipzig erinnert an Opfer des Nationalsozialismus - Gedenkort für ermordete Kinder geplant
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11:31 27.01.2010
Ein Denkmal erinnert auf dem Gelände ehemaligen Gelände der Buchenwald-Außenstelle in Abtnaundorf an die Verbrechen des NS-Regimes. Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Bürgermeister Andreas Müller und Howard M.S. Kroch, ein Nachfahre der jüdischen Kaufmannsfamilie Kroch, erinnern an die Schrecken des Nationalsozialismus. Der Chor des Klinger-Gymnasiums unter Leitung von Michael Haffner umrahmt die Veranstaltung musikalisch.

Während der Veranstaltung bleibt die Theklaer Straße zwischen Stöhrerstraße und Braunstraße in der Zeit von 14.15 Uhr und 15.15 Uhr für den Verkehr gesperrt. Die Buslinien 70 und 79 werden in diesem Zeitraum umgeleitet.

Ebenfalls am Nachmittag wird im Neuen Rathaus die elektronische Fassung des im Jahre 2000 vom Stadtrat in Auftrag gegebenen Gedenk- und Totenbuches der Leipziger Opfer von 1933 – 1945 übergeben und die Ausstellung „65 Jahre Kriegsende – der Opfer gedenken“ eröffnet.

Leipzig will außerdem mit einem Gedenkort im Friedenspark an die nationalsozialistischen Euthanasieverbrechen an Kindern erinnern. Allein in der Heil- und Pflegeanstalt Leipzig-Dösen seien zwischen Oktober 1940 und Dezember 1943 insgesamt 551 Kinder ermordet worden, teilte die Stadt mit. Etwa 100 Opfer seien auf dem ehemaligen Neuen Johannisfriedhof, dem heutigen Friedenspark beerdigt worden.

„Der Gedenkort soll vorrangig mit Pflanzen gestaltet werden und damit ein lebendiges Gedenken versinnbildlichen“, erläutert Bürgermeister Thomas Fabian das Vorhaben. Der Bau soll bis zum 30. Oktober 2010 fertig gestellt werden. Die Kosten belaufen sich nach offiziellen Angaben auf 35.000 Euro. Davon sollen 15.000 Euro über Spenden, 10.000 Euro über Fördermittel und 10.000 Euro als Eigenanteil der Stadt bereitgestellt werden.

Leipzigs Oberbürgermeister Jung stimmte in seiner Dienstberatung am Dienstag für das Projekt. Im März soll der Stadtrat entscheiden.

Annett Riedel/dpa

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