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Lokales Leipzig erinnert mit Fashion Revolution Week an Textilfabrik-Unglück
Leipzig Lokales Leipzig erinnert mit Fashion Revolution Week an Textilfabrik-Unglück
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18:28 24.04.2017
Leipzig erinnert an das Unglück in der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

 Heute noch Mode, morgen schon ein Haufen Altkleider – auf dem Leipziger Markt startete ein Bündnis lokaler Initiativen am Montag mit einer symbolischen Aktion die „Fashion Revolution Week“. Am 24. April 2013 stürzte die Rana Plaza Textilfabrik in Bangladesch ein. 1127 Menschen starben, mehr als 2400 wurden verletzt. Mit verschiedenen Veranstaltungen erinnert Leipzig an das tragische Unglück und hinterfragt kritisch die Folgen schnell und billig produzierter Mode.

Montag: Diskussion in der Uni Leipzig

Am Montagabend kommen ab 19.30 Uhr im Hörsaal 1 die Universität Leipzig Experten zu Wort. Was hat sich seit dem Einsturz der Rana Plaza Fabrik geändert? Welche Probleme gibt es immer noch? Zu diesen Fragen werden unter anderem Jürgen Kretz vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und Bettina Musiolek von der Clean Clothes Campaign Stellung nehmen.

Von Stadtführung bis Modenschau

Am Dienstag startet um 16 Uhr an der Hainspitze eine „Konsumkritische Stadtführung“ des Vereins Eine Welt Leipzig. Die Doku „Todschick – Die Schattenseite der Mode“ (2016) läuft am Mittwoch um 18 Uhr in der Schaubühne Lindenfels. Die Filmemacher besuchen marode Fabriken, in denen für große Ketten Kleidung produziert wird, und diskutieren mit Arbeitnehmern und Fabrikbesitzern über unwürdige Arbeitsbedingungen. Attac Leipzig und das globalisierungskritische Kino globaLE laden zu dem Film und einer Diskussion mit Filmemacherin Inge Altmeier ein. „Billig kommt teuer – Wer macht deine Kleidung?“ lautet dann am Donnerstag der Titel eines Vortrags von Amnesty International, 19 Uhr im Verein Frauenkultur, Windscheidstraße 51.

Zum Abschluss gibt es abermals eine öffentliche Aktion: Auf dem Nikolaikirchhof startet am Samstag um 12 Uhr der Aktionstag zum Thema, inklusive Modenschau mit Fair Trade Kleidung, Kleidertausch und Fotoshooting. Wer mehr aus seiner Mode machen will, bekommt Tipps fürs Reparieren und für die kreative Wiederverwendung. (Upcycling).

Eintritt frei

Alle Veranstaltungen der „Fashion Revolution Week“ sind kostenfrei. Lokale Akteure wie Fairtrade-Town Leipzig, Greenpeace, Eine-Welt e.V., Leipzig fairkleiden, Amnesty sowie Designer ökofairer Mode engagieren sich für das Anliegen. Für alle, die sofort aktiv werden wollen, haben die Organisatoren auch einen Tipp: „Frag dein Lieblingslabel in den Sozialen Medien ‚Wer macht meine Mode‘ und zeig ihnen, dass es dir nicht egal ist, wie deine Kleidung produziert wird.“

Alle Termine: www.fairtrade-leipzig.de/fashionrevolution

Von Evelyn ter Vehn

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