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Lokales Leipzig erlebt frühesten Wintereinbruch seit 1994
Leipzig Lokales Leipzig erlebt frühesten Wintereinbruch seit 1994
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14:31 14.10.2015
In Leipzig fielen am Morgen bei Temperaturen um ein Grad die ersten Flocken.  Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Einen so frühen Wintereinbruch in Sachsen gab es seit 21 Jahren nicht mehr: Drei Wochen nach dem Herbstanfang ist am Mittwochmorgen der erste Schnee gefallen. In Chemnitz blieben zwölf Zentimeter Schnee liegen – laut Deutschem Wetterdienst (DWD) so viel wie an keinem anderen Ort in Mitteldeutschland. Im Altenburger Land in Thüringen sorgten dichtes Schneetreiben und umgestürzte Bäume für Chaos. Auch in Leipzig herrschte am Morgen bei Temperaturen um ein Grad leichtes Schneegestöber. Liegen blieb die weiße Pracht in der Messestadt allerdings nicht – der Boden war mit Temperaturen von mehr als vier Grad noch zu warm.

„Man kann einen so frühen Wintereinbruch schon als sehr ungewöhnlich bezeichnen“, sagte Meteorologe Manuel Voigt vom DWD in Leipzig gegenüber LVZ.de. Noch früheren Schneefall gab es in Leipzig zuletzt 1994. Damals fiel bereits am 4. Oktober der erste Schneeregen, einen Tag zuvor bereits im knapp 300 Meter höher gelegenen Chemnitz. Für das damalige Karl-Marx-Stadt weisen die Wetteraufzeichnungen die erste leichte Schneedecke für den 12. Oktober 1973 auf. So stark wie jetzt schneite es Mitte Oktober aber noch nie.

Staus auf der A14 und A72

Vom Vogtland über das Erzgebirge bis in den Raum Chemnitz hat der Winter die Region in eine weiße Decke gepackt. Geschneit habe es seit der Nacht fast überall westlich der Elbe, so Voigt. Auf dem Fichtelberg wurde eine elf Zentimeter dicke Schneedecke gemessen. Im Thüringer Wald lagen zwei bis drei Zentimeter. Auch in Torgau (Kreis Nordsachsen) sei der Schnee teilweise liegengeblieben.

Mehrere Zentimeter Neuschnee fielen in Aue (Erzgebirge). Quelle: Privat.

Auf den Straßen führte der frühe Wintereinbruch zu teils chaotischen Zuständen. Viele Autofahrer waren noch mit Sommerreifen unterwegs. Auf der A72, A14 und A4 standen mehrere Lastwagen quer, außerdem gab es kleinere Unfälle, wie der Verkehrswarndienst Sachsen mitteilte. Auf der A72 betraf das vor allem den Bereich Zwickau. Die A14 war von Döbeln bis nach Leipzig betroffen. Im Bereich Chemnitz kam es auf der A4 witterungsbedingt zu Behinderungen. Rund um Zwickau waren nach Angaben des Verkehrswarndiensts zudem einige Straßen gesperrt, nachdem Bäume unter der Schneelast umgestürzt waren.

Ein Kälteeinbruch sorgt im Altenburger Land für einiges Chaos und reichlich Arbeit bei Polizei und Feuerwehr.

Nur kurzes Winter-Intermezzo

Das Winter-Intermezzo ist jedoch nur von kurzer Dauer. In den kommenden Tagen wird kein Frost mehr erwartet. Schon im Laufe des Tages steigt die Schneefallgrenze auf über 1000 Meter an. „Morgen Vormittag werden wir nur noch eine Matschepampe sehen“, so DWD-Meteorologe Voigt. Der Niederschlag gehe bei Temperaturen um fünf bis sechs Grad allmählich in Regen über. Insgesamt ist es damit weiterhin deutlich zu kalt für diese Jahreszeit.

Bis zum Wochenende sollen die Temperaturen bei teils dichter Bewölkung und gelegentlichen Niederschlägen leicht steigen. Dann werden tagsüber im Raum Leipzig bis zu zehn Grad erwartet. „Es scheint sich dann eine ruhigere Wetterlage einzustellen“, prognostiziert Voigt. Auf einen neuerlichen Wintereinbruch deute momentan nichts hin.

Von Robert Nößler

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