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Lokales Leipzig feiert Chinesischen Sommer
Leipzig Lokales Leipzig feiert Chinesischen Sommer
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20:03 26.08.2018
Eine traditionelle chinesische Teezeremonie war ebenfalls zu sehen. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Akupunktur, Kampfkunst, scharf-saure Suppe: Eine Art fernöstlicher Kessel Buntes lockte am Sonnabend Neugierige zum Musikpavillon in den Clara-Zetkin-Park. Erstmals fand dort ein Chinesisches Sommerfest statt, das zugleich den Auftakt zur Feier des 30-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Leipzigs mit Nanjing bildete. Es war noch eine andere Welt, als die Messestadt ihre Fühler nach Fernost ausstreckte: 1988 ging es los – auf Beschluss des Ministerrates der DDR. Mittlerweile gilt der Kontakt als große Chance. „Die Städtepartnerschaft soll auch ein Türöffner zur Weltmacht Nummer 1 sein, den Blick für China schärfen, erste Begegnungsmöglichkeiten schaffen“, so Gabriele Goldfuß, Leiterin des Referats Internationale Zusammenarbeit im Rathaus, gegenüber der LVZ.

Kampfkunst und Küche

Die Stadt stellte gemeinsam mit dem Deutsch-Chinesischen Zentrum Leipzig (DCZL) das Premierenfest auf die Beine. „Mit einem sehr anspruchsvollen Kulturprogramm wollen wir die Vielfalt Chinas demonstrieren“, erklärte DCZL-Vorsitzende Barbara Artelt. Weil Musikpavillon-Gastronom Eberhard Wiedenmann selbst zu den aktuell 87 Vereinsmitgliedern zählt, war für die stimmungsvolle Kulisse gesorgt. Auf der Bühne musizierte das Neue Salon Orchester Leipzig mit chinesischen Solisten, die auf traditionellen Instrumenten spielten. Gegenüber auf einer Wiese demonstrierten Wushu-Kämpfer der Kampfkunstschule Xiao Peng ihr Können. Kinder des Konfuzius-Kindergartens hatten ebenso ihren Auftritt wie junge chinesische Tänzer. Zudem präsentierten sich Konfuzius-Institut, Qigong-Zentrum, Institut für Musikwissenschaft sowie Deutsches Buch- und Schriftmuseum mit chinesischer Kalligraphie.

Austausch auf vielen Ebenen

„Städtepartnerschaften sind auch dazu da, dass die Bürger die Welt im Großen vor Ort erfahren“, sagte Goldfuß. Durch die tolle Arbeit beispielsweise von DCZL und Konfuzius-Institut bedürfe es gar nicht mehr großer Impulsprojekte der Stadt. „Es läuft schon unheimlich viel, die Partnerschaft rollt auf allen Ebenen.“ Sportler besuchten sich in den vergangenen Jahren, Musiker pflegen einen regelmäßigen Austausch. Es gibt eine Schulpartnerschaft zwischen dem Brockhaus-Gymnasium und der Nanjing Foreign Language Middle School. Auch die HTWK, das Klinikum St. Georg und der Konfuzius Kindergarten schlossen Kooperationen.

Chinesische Studenten sehr aktiv

Längst bringen sich Chinesen, die in Leipzig ihr neues Zuhause gefunden haben, mit ein, lobte die Referatschefin. Auch die Chinesische Studentenunion Leipzig sei sehr aktiv. Dennoch wolle das DCZL, welches im vergangenen Jahr 15-jähriges Bestehen feierte, der Stadt helfen, die Kontakte weiter zu intensivieren, erklärte Vereinschefin Artelt. „Es geht uns darum, die Bevölkerung noch mehr in die deutsch-chinesischen Kontakte einzubeziehen.“

Bürgerreise im September 2019

So ist bereits für September 2019 eine zehntägige Bürgerreise nach China geplant, bei der neben Nanjing – hier leben allein im engeren Stadtgebiet knapp sechs Millionen Menschen – auch Shanghai und Peking besucht werden. Wahrscheinlich noch gegen Ende dieses Jahres soll der Bürgermeister von Nanjing mit einer Delegation nach Leipzig kommen. „Es wird gegenwärtig nach einem geeigneten Termin gesucht“, so Goldfuß.

Von Frank Döring

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