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Lokales Leipzig gedenkt Opfer des Zweiten Weltkrieges – zwei Ausstellungen im Neuen Rathaus
Leipzig Lokales Leipzig gedenkt Opfer des Zweiten Weltkrieges – zwei Ausstellungen im Neuen Rathaus
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18:10 05.05.2010
Leipziger Bürger gedenken auf dem Ostfriedhof der Opfer des Nationalsozialismus (Archiv-Foto vom 8. Mai 2007). Quelle: Wolfgang Zeyen
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Leipzig

Am 8. Mai 1945 hatte Deutschland seine bedingungslose Kapitulation erklärt.

Die Hauptveranstaltung auf dem Ostfriedhof beginnt 10.30 Uhr. Der Erste Bürgermeister der Stadt, Andreas Müller, sowie Repräsentanten des Konsularischen Corps und von Verbänden werden daran teilnehmen. Erinnert wird an die Kriegs-Opfer auch an der Gedenkstätte für die 32 Opfer des Nationalsozialismus vom 13. April 1945 aus der Kaserne Leipzig-Gohlis, am polnischen Ehrenmal, an der Gedenkstätte der ausländischen Zwangsarbeiter verschiedener Nationen, am Gedenkstein für die italienischen Opfer, am Russischen Ehrenmal, an der Gedenkstätte für 26 Leipziger Opfer der nationalsozialistischen Militärjustiz und am Gedenkort für die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie und Kindereuthanasie.

Im Anschluss, gegen 12 Uhr, wird im Neuen Rathaus die Ausstellung „Rückkehr ins Leben“ eröffnet. Die von Hans-Günter Richard gestaltete Schau zeichnet den Weg der SS-Sonderhäftlinge und der sogenannten Sippenhäftlinge durch verschiedene Straf- und Konzentrationslager in ganz Deutschland bis zu ihrer Befreiung in Niederdorf am 4. Mai 1945 nach. Unter den Häftlingen befanden sich hochrangige Persönlichkeiten – vor allem Staatsmänner, Diplomaten und Offiziere – aus den besetzten Ländern Europas, aber auch Verwandte von Regimegegner. Die Geiseln sollten den Nationalsozialisten in Verhandlungen mit den Westalliierten als Druckmittel dienen. Zur Eröffnung der Ausstellung werden auch Nachfahren des 1945 ermordeten Leipziger Oberbürgermeisters Carl Friedrich Goerdeler und Vertreter der Tiroler Gemeinde Niederdorf zu Gast sein.

Gleichzeitig wird im Neuen Rathaus auch eine weitere Ausstellung mit dem Titel „Carl Friedrich Goerdeler und Leipzig. Eine Chronik“ zu sehen sein. Sie zeichnet in Ausschnitten das Leben Goerdelers und sein Wirken in zwischen der Reichsgründung 1871 und dem Ende des Zweiten Weltkrieges nach. Auch soll dokumentiert werden, wie die nachfolgenden Generationen Goerdelers Vermächtnis bis heute bewahren. Die Ausstellungen sind bis zum 21. Mai in der Unteren Wandelhalle des Neuen Rathauses zu sehen.

maf

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