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Lokales Leipzig gedenkt der Schoah-Opfer mit „Marsch des Lebens“
Leipzig Lokales Leipzig gedenkt der Schoah-Opfer mit „Marsch des Lebens“
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16:21 10.04.2018
Rund 200 Menschen beteiligten sich im vergangenen Jahr am Marsch des Lebens in Leipzig. Quelle: Andre Kempner
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Leipzig

Anlässlich des jüdisch-israelischen Holocaust-Gedenktages Jom Haschoa („Tag der Schoah“) finden am Mittwoch in Leipzig und Halle Kundgebungen statt. Damit solle zugleich der Opfer des Völkermords an den Juden gedacht und „ein deutliches, öffentliches Zeichen gegen modernen Antisemitismus und Israelhass“ gesetzt werden, teilte die Bewegung „Marsch des Lebens“ in Leipzig am Dienstag mit. Offiziell wird der Gedenktag von Mittwoch- bis Donnerstagabend begangen.

In Leipzig beginnt der Marsch um 17 Uhr auf dem Richard-Wagner-Platz. Die Teilnehmer wollen anschließend durch die Innenstadt zum Markt ziehen, wo um 18 Uhr eine Kundgebung geplant ist. Im vergangenen Jahr beteiligten sich rund 200 Menschen an dem Demozug.

Sorge über wachsenden Antisemitismus

An den Veranstaltungen nehmen Vertreter der jeweiligen Städte und jüdischen Gemeinden teil. Federführend beteiligt sind auch die evangelisch-freikirchliche TOS-Gemeinde in Leipzig und ihr Pfarrer Stefan Haas. Judenfeindlichkeit habe zuletzt weltweit „in erschreckender Weise“ erneut zugenommen, so die Veranstalter: „Die Hemmschwellen zu offen gezeigtem Antisemitismus scheinen immer weiter zu fallen.“

An der Kundgebung in Leipzig wird auch Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) teilnehmen, wie ihr Ministerium in Dresden ankündigte. Köpping sagte, sie finde die Entwicklung des wachsenden Antisemitismus erschreckend und bedrückend. Von wem auch immer Antisemitismus ausgehe, „wir werden ihn nicht dulden, sondern uns dagegen stellen und unseren jüdischen Freunden zur Seite stehen“, betonte die Ministerin.

Märsche in 350 Städten und 20 Ländern

Die Bewegung „Marsch des Lebens“ ist eigenen Angaben zufolge 2007 entstanden und hat seitdem in rund 20 Ländern und mehr als 350 Städten Veranstaltungen organisiert. Ziele der Bewegung sind demnach, den Holocaust-Überlebenden eine Stimme zu geben, Begegnung und Versöhnung zu suchen und ein Zeichen gegen modernen Antisemitismus zu setzen.

Am „Tag der Schoah“ wird seit 1951 besonders in Israel der NS-Opfer gedacht. Wegen des jüdischen Kalenders variiert sein Datum, er liegt aber immer um den 19. April herum, dem Beginn des Aufstands im Warschauer Ghetto 1943. An dem Gedenktag kommt das öffentliche Leben in Israel zum Erliegen.

Von LVZ

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