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Lokales Leipzig geht 14. Städtepartnerschaft ein - Vertrag mit Herzliya in Israel unterzeichnet
Leipzig Lokales Leipzig geht 14. Städtepartnerschaft ein - Vertrag mit Herzliya in Israel unterzeichnet
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16:14 19.09.2011
Oberbürgermeister Burkhard Jung mit seiner israelischen Amtskollegin Yael German im Herzlyia Ensemble Theater. Quelle: Copyright Stadt Leipzig
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Leipzig

„Nach einer vierjährigen Verlobungszeit wollen wir unsere Beziehung heute besiegeln. Ich bin sicher, dass wir gemeinsam sehr weit kommen werden“, sagte Oberbürgermeisterin German. „Wir vergessen die Vergangenheit nicht, wenden uns jedoch der Zukunft zu."

Jung bezeichnete die Partnerschaft als „ein neues Kapitel unserer Städte, ja Länder". Denn in Ostdeutschland sei es keineswegs typisch, Partnerschaften zu israelischen Städten einzugehen. „Wir werden den Massenmord an unseren jüdischen Mitmenschen nie vergessen und wir wollen Zeichen der Versöhnung setzen. Ohne Verdrängung des Unentschuldbaren möchten wir im 21. Jahrhundert Brücken zwischen unseren Menschen bauen."

Auch Andreas Michaelis, deutscher Botschafter in Israel, freute sich über die Partnerschaft mit Herzliya. Es sei eine besondere, da Leipzig in den neuen Bundesländern liegt. „Ohne die Zusammenarbeit der Kommunen wäre unsere Arbeit wahrscheinlich bedeutungslos", sagte Michaelis. Israel befinde sich in einer gefährlichen Situation. „Es braucht Menschen, die dieses Land verstehen. Und es braucht Zeichen der Solidarität."

Während der Festveranstaltung am Sonntagabend berichtete Jung auch über die Geschichte der israelitischen Religionsgemeinde in Leipzig. Diese war einst die sechstgrößte Deutschlands, hatte in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts mehr als 13.000 Mitglieder. Am Ende des Zweiten Weltkrieges bestand die jüdische Gemeinde nur noch aus 24 Personen. Heute hat sie wieder über 1300 Mitglieder.

Thomas Feist, Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Leipzig (DIG Leipzig), betonte den hohen Stellenwert der Partnerschaft für die DIG. „Gerade, weil es die erste mit einer israelischen Stadt ist, müssen wir sie mit Leben erfüllen“, sagte Feist. Am besten geschehe das mit Jugendlichen, die diese Partnerschaft weiter tragen können. „Dabei geht es nicht nur um Bildung allgemein, sondern auch um politische und kulturelle Bildung. Wir möchten diese intensivieren“, so Feist weiter. Derzeit gehen 33 Prozent des israelischen „Exports“ nach Europa, darunter viele Hochschulabsolventen. Israel hingegen sei ein mit Konflikten belastetes Land. „Wir erhoffen uns durch die Partnerschaft, Klischees abbauen zu können. Es wäre wünschenswert, wenn sich deutsche Studenten vorstellen könnten, ihr Studium in Israel fortzusetzen“, betonte Feist.

Vivian Degen

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