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Leipzig goes digital: City-Werbung startet in neues Zeitalter

Nach New York und Berlin Leipzig goes digital: City-Werbung startet in neues Zeitalter

Nicht „New York, Rio, Tokyo“ – beim Stadtmöblierer Wall (vormals Decaux) heißt es ab sofort: New York, Berlin, Leipzig! Am Donnerstag brach an der Pleiße ein neues digitales Zeitalter der Außenwerbung an. Zum Auftakt gab es jedoch eine peinliche Namenspanne.

Jean-François Decaux, Chef des gleichnamigen französischen Konzerns, und Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) weihen das erste City-Light-Poster am Naschmark ein.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Nicht „New York, Rio, Tokyo“ – beim Stadtmöblierer Wall (vormals Decaux) heißt es ab sofort: New York, Berlin, Leipzig! Am Donnerstag brach an der Pleiße ein neues Zeitalter der Außenwerbung an. Das Unternehmen präsentierte seine ersten digitalen Werbeanlagen in der Messestadt. Die Einführung hatten Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) und Jean-François Decaux im Mai verabredet ( die LVZ berichtete). „Erst vor vier Wochen sind wir damit in New York auf der 5th Avenue, der teuersten Straße der Welt gestartet, vor drei Wochen in Berlin und jetzt sind wir hier in Leipzig“, sagte Jean-François Decaux, Chef des gleichnamigen französischen Konzerns, der in 4000 Städten der Welt tätig ist und zu dem die Wall GmbH gehört. Zusammen mit Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) nahm Decaux am Donnerstag am Naschmarkt einen der neuen LCD-Bildschirme in Betrieb.

Mit insgesamt neun Anlagen geht Wall in Leipzig an den Start. Sieben so genannte City-Light-Poster (1,87 mal 1,05 Meter) entstanden an der Petersstraße, der Grimmaischen Straße und der Thomasgasse. An den Kreuzungen Brandenburger Straße/Georgiring und Ranstädter Steinweg/Tröndlinring stehen außerdem auf 2,50 Meter hohen Sockeln zwei große City-Light-Boards (3,72 mal 2,80 Meter).

„Die Installation der digitalen Anlagen ist ein wichtiger zukunftsweisender Schritt, der zu einer so lebendigen, jungen Messe- und Universitätsstadt wie Leipzig hervorragend passt“, erklärte Decaux. Während die großen Boards am Ring statische Motive zeigen, laufen über die Screens in der Fußgängerzone dynamische Bilder, die mindestens alle sechs Sekunden wechseln. 70.000 Euro kostet allein eine der Anlagen entlang der Shoppingmeile.

Namenspanne bei "Mendelssohn"-Motiv

Die Bewegtbilder kommen in Full-HD-Qualität daher. Sensoren regeln automatisch die Helligkeit und sorgen dafür, dass die Bilder auf den 84-Zoll-Displays auch bei Sonneneinstrahlung noch gut zu erkennen sind. Filme dürfen nicht abgespielt werden, auch Ton ist nicht gestattet. Der Kommune räumt Wall jedoch ein, die Säulen auch als flexible, tagesaktuell steuerbare Stadtinformation zu nutzen. Den Anfang machte eine Kampagne für das Mendelssohn-Haus. Dummerweise war der Name des Komponisten bei der Präsentation mit Firmenchef Decaux und Oberbürgermeister auf einer Tafel falsch geschrieben ("Mendessohn"). Was zur Folge hatte, dass die Community im weltweiten Netz sich das Maul zerriss.

Schreibfehler: Statt dem Namen des Komponisten war auf einem der City-Lights "Mendessohn" zu lesen.

Schreibfehler: Statt dem Namen des Komponisten war auf einem der City-Lights "Mendessohn" zu lesen.

Quelle: André Kempner

Die Stadt sieht in dem Investment ein Testprojekt, will Erfahrungen mit dem neuen Werbemedium sammeln. „Es gibt viele Befürchtungen zu den Auswirkungen, zum Beispiel auf den Straßenverkehr“, sagte der Leiter des Verkehrs- und Tiefbauamtes, Michael Jana. Aktuell arbeite die Stadt an einer neuen Ausschreibung für die Außenwerberechte in Leipzig. Mitte nächsten Jahres soll sie vom Stadtrat beschlossen werden. Darin soll dann auch der Umgang mit der digitalen Werbung geregelt werden.
 
Die Entwicklung auf diesem Sektor schreitet rasch voran. Decaux: „In Großbritannien macht digitale Außenwerbung heute 40 Prozent aus, vor fünf Jahren war es null Prozent.“
Decaux engagiert sich seit 25 Jahren mit Außenwerbung, Stadtmöblierung und Haltestellen-Wartehäuschen in Leipzig. Der aktuelle Vertrag läuft Ende des Jahres aus. Nach einer gescheiterten Ausschreibung der künftigen Rechte schloss die Stadt mit dem Unternehmen einen Anschlussvertrag bis zum 30. Juni 2019.

Von Klaus Staeubert

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