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Lokales Leipzig hat drittbeste Zukunftsaussichten unter den größten deutschen Städten
Leipzig Lokales Leipzig hat drittbeste Zukunftsaussichten unter den größten deutschen Städten
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23:17 22.10.2015
Bei einem Städteranking liebt die Messestadt auf dem dritten Platz. Quelle: Leipzig Report
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Leipzig

Laut einem Städteranking hat Leipzig die drittbesten Zukunftsaussichten unter den 30 größten Städten in Deutschland. Vor der Messestadt liegen nur noch die Metropolen Berlin und München. Dresden belegt bei dem Ranking den zehnten Platz, Chemnitz den letzten. Die Pleißestadt sei vor allem bei der demografischen Entwicklung spitze, Nachholbedarf gebe es aber bei der Internationalität. Das Städteranking der Privatbank Berenberg und des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) analysiert Standortbedingungen, die die ökonomische Wettbewerbsfähigkeit prägen und wurde am Donnerstag vorgestellt. In die Gesamtbewertung fließen jeweils der Trend-, Demografie- und Standortindex ein.

Leipzig liegt im Trend

Im Jahr 2008 hatte Leipzig noch Platz 25 des Rankings belegt, vor zwei Jahren dann schon den elften Rang, jetzt kämpfte sich die Sachsenmetropole fast bis an die Spitze. Seine gute Position verdankt die Messestadt vor allem dem ersten Platz im Trendindex, der sich aus der Entwicklung des Bevölkerungswachstums, der Erwerbstätigkeit und der Produktivitätswachstumsrate ergibt.

Unter allen großen Städten konnte Leipzig zwischen 2011 und 2013 mit einem Bevölkerungswachstum von 4,2 Prozent den höchsten Anstieg verzeichnen. Damit hebt sich die Stadt laut Studie wie Dresden und Chemnitz – die ebenfalls wuchsen – deutlich von weiten Teilen Ostdeutschlands ab, die von Bevölkerungsrückgang betroffen sind.

Zuzug junger Leute prognostiziert

Bei der Erwerbstätigkeit lag Berlin ganz vorne, allerdings wuchs Beschäftigung auch in Leipzig im Zeitraum von 2008 bis 2012 beachtlich: um fast sechs Prozent. Bei der Produktivität liegen die größten sächsischen Städte allerdings auf den letzten drei Plätzen. In der Studie heißt es dazu: „Aufgrund ihrer Wirtschaftsgeschichte liegen die ostdeutschen Metropolen weiterhin deutlich unterhalb des Niveaus der produktivsten westdeutschen Städte. Der Abstand zu den weniger produktiven Städten Westdeutschlands verkürzt sich im Zeitablauf jedoch deutlich.“ So lag die Pleißestadt bei den Wachstumsraten, der Dynamik der Entwicklung und den allgemeinen Aufholprozessen denn auch auf dem zweiten Rang.

Bei den Zukunftsprognosen liegt Leipzig am oberen Rand. Die Studie prognostiziert, dass die Bevölkerungsgruppe der unter 20-Jährigen im deutschlandweiten Vergleich prozentual bis zum Jahr 2030 am stärksten wächst – mit 15.000 Neuankömmlingen wird gerechnet.

Wenig Internationalität

Doch laut der Studie erwarten Leipzig auch Probleme bei der ökonomischen Entwicklung, im Standortindex liegt es nur auf dem 27. Platz. Gründe dafür seien neben der schlechten Erreichbarkeit der Stadt „insbesondere in den in Ostdeutschland vorherrschenden niedrigen Ausländerquoten bei Erwerbstätigen und Studierenden.“ Hinzu käme das sächsische Schulsystem mit seinen hohen Anteilen an Abgängern ohne Abschluss und den niedrigen Anteilen an Abgängern mit Hochschulreife.

Von luc

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