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Lokales Leipzig hat jetzt eine U-Bahn!
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01:00 19.07.2013
Die LVB-Tochter IFTEC modernisiert jetzt Berliner U-Bahnen. Quelle: Wolfgang Zeyen

"Wenn wir sie fertig modernisiert haben, könnten wir sie ja mal durch Leipzigs City-Tunnel schicken", flaxte gestern Bernd Bleck, der die Bahn in der Bautzner Straße 67 vorstellte. Bleck ist kaufmännischer Geschäftsführer der 540-Mitarbeiter-Firma Iftec, die zu den Leipziger Verkehrsbetrieben gehört und deren Gleise sowie Fahrzeuge wartet.

Auch die gelbe U-Bahn aus Berlin ist nur zu Wartungszwecken in Leipzig - aber weil sie die gleiche Spurweite hat wie die Wagen, die durch den Leipziger City-Tunnel düsen werden, könnte sie sogar auf diesen Gleisen rollen. Fahren könnte die Berliner U-Bahn dort aber nicht, denn sie besitzt Seiten-Stromabnehmer und wird nicht über Oberleitungen gespeist wie Leipzigs S-Bahnen, die am 15. Dezember mit der Inbetriebnahme des City-Tunnels im deutlich größeren Mitteldeutschen S-Bahn-Netz (MDSB) unterwegs sein werden.

Für Blecks Iftec ist die Bahn aus Berlin aber ein ähnlicher Quantensprung wie der Wachstumssprung, der der Leipziger S-Bahn bevorsteht. Denn hinter der Berliner U-Bahn verbirgt sich der größte Firmenauftrag, den die Iftec in ihrer bisherigen Firmengeschichte an Land gezogen hat: 39 U-Bahn-Doppeltriebwagen vom Typ F 76 E werden bis 2017 modernisiert, die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben sich darüber hinaus eine Option für weitere 35 Doppeltriebwagen vom Typ F 79 E gesichert. Wird die Option genutzt, wird an dem Auftrag bis 2020 gearbeitet. "Das sichert über 30 Arbeitsplätze", betonte Bleck.

Die LVB-Tochter Iftec hat den Auftrag als Subunternehmer der Düsseldorfer Firma Vossloh Kiepe erhalten. Während Vossloh Kiepe die elektrischen Arbeiten sowie die pneumatische Ausrüstung in diesem Projekt übernimmt, ist die Iftec mit den mechanischen Umsetzungen bei der Hauptuntersuchung und Modernisierung beauftragt. Nach der vollständigen Entkernung des gesamten Innenraumes werden die herausgelösten Komponenten aufgearbeitet, modernisiert und danach wieder in die Bahn eingebaut.

Diese Arbeiten werden in der Schönefelder Werkhalle der Iftec durchgeführt. "Mit drei Arbeitsständen und einem eigenen Logistikbereich können wir hier einen optimalen Serienumbau und die Materialzuführung gewährleisten", erklärte Bereichsleiter Achim Hesselink.

Dass die Iftec auch einmal S-Bahnen warten könnte, die durch Leipzigs City-Tunnel rollen, ist nicht völlig ausgeschlossen. "Die Deutsche Bahn AG - die die erste Stufe des neuen Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes betreiben wird - nutzt dafür eigene Kapazitäten", sagte Bleck. "Aber die Niederländische Abellio Rail, die den Zuschlag für die zweiten Stufe bekommen hat, besitzt keine eigenen Wartungskapazitäten." Die Leipziger rechnen sich deshalb Chancen aus.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 19.07.2013

Andreas Tappert

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