Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Leipzig hat kein Geld für den Ausbau des Elster-Saale-Radwegs
Leipzig Lokales Leipzig hat kein Geld für den Ausbau des Elster-Saale-Radwegs
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
01:00 10.04.2014
Quelle: dpa

Nachdem die Bahnstrecke Leipzig-Pörsten 1997 stillgelegt wurde, entstand im Verein Pro Leipzig die Idee, den 28 Kilometer langen ausgedienten Schienenstrang der Bahnstrecke als Radweg zu nutzen. Auf dem Schotterbett könne mit relativ wenig Aufwand ein Radweg entstehen, auf dem Pedalritter von Leipzig bis an die Saale unterwegs sein könnten, hieß es. Die Breite sei ausreichend, Unterbau und Entwässerung wären nachnutzbar. Da ab Rippach weiterführende Wege nach Weißenfels und Großkorbetha vorhanden sind, entstünde eine durchgängige Verbindung von der Elster zur Saale und damit auch ein Anschluss an im Entstehen begriffene regionale Radwege wie den Elster- und den Pleiße-Radweg.

Pro Leipzig hat in den vergangenen Jahren die beteiligten Gemeinden Rippachtal, Lützen, Markranstädt und Leipzig sowie die Bahn für diesen Elster-Saale-Radweg gewinnen können. Daraufhin wurden die Landes-Radwegeplanungen geändert und damit der Ausbau der Strecke förderfähig gemacht. Positiv kam hinzu, dass im Zuge der Raumneuordnung infolge des Baus der Autobahn 38 neue landwirtschaftliche Nutzwege nötig wurden. So kam es, dass der Radweg seit einigen Jahren komplett zwischen der Stadtgrenze Leipzig und Rippachtal ausgebaut und befahrbar ist. Ab Rippachtal kann das vorhandene Radwegenetz hin zum Saale-Radweg genutzt werden. Nur in der Ortslage Lützen ist die Anbindung noch sehr schlecht.

Die Stadt Leipzig blieb im Unterschied zu den anderen beteiligten Gemeinden über Jahre untätig. Erst vor zwei Jahren wurde es geschafft, wenigstens den Abschnitt zwischen Lausen und Markranstädt auszubauen. Mittlerweile hat die Bahn den in Leipzig zwischen Großzschocher und Lausen liegenden Teil der Strecke zum Verkauf ausgeschrieben. Doch die Stadt ließ den Termin für ein schriftliches Kaufangebot am 28. März ungenutzt verstreichen, obwohl der Erwerb nur geschätzte 25 000 bis 30 000 Euro kosten würde - Kommunen wie Lützen und Markranstädt mussten tiefer in die Taschen greifen. Leipzig will allerdings auch diese Mittel sparen. Die Stadt will die Radler stattdessen auf die parallel zur Bahnstrecke verlaufende Anliegerstraße Lausener Weg lenken, der allerdings auch durch Autos genutzt wird. Mit Blick auf die städtischen Finanzen sei es nicht vertretbar, "einen separaten Radweg mit relativ hohem baulichen Aufwand herzustellen", erklärte gestern Edeltraut Höfer, Leiterin des Verkehrs- und Tiefbauamtes. Dies sei auch im Leipziger Radverkehrsentwicklungsplan vorgesehen, der im Juni 2012 vom Stadtrat bestätigt wurde.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.04.2014

Andreas Tappert

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Erfreuliche Entwicklung bei Verbraucher- insolvenzen: Das Amtsgericht registrierte erneut einen Rückgang bei der Zahl der Anträge aus Leipzig sowie der Region.

10.04.2014

Ab September wird die Georg-Schumann-Straße zwischen Druckereistraße und Flößenstraße ausgebaut. Wie die Stadt Leipzig am Mittwoch mitteilte, erfolgt der Umbau in enger Rücksprache mit den Bauarbeiten der Leipziger Verkehrsbetriebe an der Haltestelle Pittlerstraße.

09.04.2014

Aufgrund des 38. Stadtwerke Leipzig Marathons kommt es am Sonntag zwischen acht und 16 Uhr zu zahlreichen Umleitungen und Verzögerungen des Straßenbahn- und Busverkehrs.

09.04.2014