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Lokales Leipzig investiert in Alfred-Kunze-Sportpark und Radrennbahn
Leipzig Lokales Leipzig investiert in Alfred-Kunze-Sportpark und Radrennbahn
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17:23 01.02.2017
500.000 Euro fließen bis 2018 in die Leipziger Radrennbahn. (Archivfoto)  Quelle: Alexander Bley
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Leipzig

 Im Zuge der Haushaltsverhandlungen am Mittwoch im Leipziger Stadtrat wurden auch mehrere Investitionsvorhaben für sanierungsbedürftige Sportstätten beschlossen. Sechsstellige Beträge werden so bis 2018 unter anderem in die Leipziger Radrennbahn und in den Leutzscher Alfred-Kunze-Sportpark fließen. Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung ihren Etat für investive Sportförderung deutlich nachgebessert. Insgesamt 1,5 Millionen Euro stehen in diesem Topf für Vereine nun zur Verfügung – fast doppelt so viel wie noch 2016.

Aufgeteilt wird das Geld aus dem Dezernat von Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) auf Förderanträge in vier verschiedenen Kategorien – für kleine Begehrlichkeiten wie neue Aerobic-Hanteln, für bewegliches oder unbewegliches Vermögen wie Rasentraktoren, Bewässerungen oder neue Zäune und nicht zuletzt für Sanierungsgroßprojekte. Letztere Kategorie verschlingt mit Gesamtinvestitionen in Höhe von 1,3 Millionen Euro den Bärenanteil der investiven Sportförderung.

Sieben Großprojekte hat der Sportbürgermeister auf seiner Liste stehen, die gefördert werden sollen. „Dort ist der Schwerpunkt klar auf Fußball gelegt. Und das in Abstimmung mit dem Leipziger Fußballverband, der uns bei der Aufstellung des Sportprogramms 2024 bereits eine Wunschliste übergeben hatte“, sagte Rosenthal am Mittwoch gegenüber LVZ.de. Unter anderem geht es um drei Kunstrasenplätze bei verschiedenen Vereinen, die im kommenden Jahr saniert oder neu geschaffen werden sollen. Die konkreten Empfänger der bewilligten Mittel wollte der 42-Jährige am Mittwoch noch nicht nennen. Die Vereine müssten erst informiert und der am Mittwoch in der Ratsversammlung beschlossene Haushaltsplan auch erst durch die Landesdirektion Sachsen genehmigt werden.

Planungen für Dreifeldsporthalle in Böhlitz-Ehrenberg

Zusätzlich zu den Fördermitteln aus Rosenthals Dezernat standen am Mittwoch bei den Haushaltsverhandlungen auch noch weitere Gelder für Leipziger Sportstätten auf der Agenda. Letztlich wurden für die beiden kommenden Jahre insgesamt 500.000 Euro Planungsmittel für die Radrennbahn in im Leipziger Südwesten bewilligt, die ersten 300.000 Euro Planungsmittel für den Bau einer Dreifeldsporthalle in Böhlitz-Ehrenberg und auf Antrag von Sozialdemokraten und Linken auch 350.000 Euro für den Alfred-Kunze-Sportpark von Oberligist BSG Chemie Leipzig durchgewinkt. „Der Kunze-Sportpark ist eine sehr alte Anlage und es wird hier in erster Linie um die medientechnische Erschließung gehen. Wir haben dort erheblichen Wasserverlust, so dass in größerem Umfang investiert werden muss“, sagte Rosenthal gegenüber LVZ.de.

SPD-Fraktionschef Christopher Zenker, zudem Vorsitzender im Sportausschuss der Ratsversammlung, freute sich am Mittwoch: „Der beschlossene Haushalt ist gut für den Sport und zeigt, dass dem Stadtrat die Sanierung der Sportanlagen wichtig ist.“ Die Investitionen im Kunze-Sportpark und auf der Radrennbahn seien zudem dringend notwendig, um die Anlagen wieder in einen Zustand zu versetzten, in dem sie mit gutem Gewissen weiter an die Vereine verpachtet werden können.

Bereits Mitte Januar war der Bau eines neuen Funktionsgebäudes im Stadion des Friedens der SG Motor Gohlis Nord in der Ratsversammlung beschlossen. Bis Mai 2018 sollen die insgesamt 1,6 Millionen Euro teuren Arbeiten abgeschlossen sein, heißt es. Die Stadt Leipzig trägt hier den Löwenanteil von 1,2 Millionen Euro, der Rest kommt vom Freistaat. Im Dezember 2016 hatte Rosenthal nicht zuletzt auch den Leutzscher Füchsen einen Förderbescheid in Höhe von 440.000 Euro überreicht, mit dem der Tischtennisverein seine Sporthalle in der Dieskaustraße sanieren lassen kann.

Von Matthias Puppe

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