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Lokales Leipzig lässt sich die Suche nach neuem Amtsleiter mit Headhunter 45000 Euro kosten
Leipzig Lokales Leipzig lässt sich die Suche nach neuem Amtsleiter mit Headhunter 45000 Euro kosten
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09:00 24.03.2017
Gutes Personal fürs Neue Rathaus sollen künftig Headhunter finden. Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Ende September verlässt der langjährige Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung, Michael Schimansky, aus Altersgründen das Rathaus. Diesmal soll die frei werdende Stelle aber nicht wie sonst üblich nur ausgeschrieben werden. Die Stadt beabsichtigt darüber hinaus, eine externe Personalberatungsagentur mit der Suche nach einem Nachfolger zu beauftragen. Die Kosten dafür liegen bei 45 000 Euro. Bislang wurden Headhunter höchstens für die Rekrutierung von Managern der städtischen Unternehmen engagiert.

Am nächsten Mittwoch soll der Verwaltungsausschuss des Stadtrates grünes Licht für die Personalberatung geben. Warum die Stadt nun bei der Suche nach einem Amtsleiter auch auf dieses Verfahren setzt, erklärt Verwaltungsbürgermeister Ulrich Hörning (SPD) gegenüber der LVZ mit der „Bedeutung des Amtes für die Stadt und ihren Wachstumsprozess“. Der Headhunter soll gezielt Personen ansprechen und „mehrere grundsätzlich geeignete Kandidaten im Rahmen einer strukturierten Vorauswahl ermitteln“. Hörning: „Für die Stelle gibt es eine offene Ausschreibung mit grundgesetzlich garantierter Zugänglichkeit für alle Bewerber. Diese stellen sich dann der städtischen Personalauswahlkommission, bestehend aus Vertretern der Stadtverwaltung und des Stadtrates, vor.“ Die Kommission unter Vorsitz des Oberbürgermeisters entscheide dann, wer dem Stadtrat zur Wahl vorschlagen wird.

Die Wirtschaftsförderung soll kein Einzelfall bleiben. „Die Stadtverwaltung wird in Abhängigkeit von der prognostizierten Bewerberlage künftig öfter von den Dienstleistungen externer Personalberater Gebrauch machen“, kündigte Hörning an. Gerade bei Stellen mit besonderen Fach- und Führungskompetenzen werde es schwieriger, geeignete Personen über einfache Stellenausschreibungen anzusprechen. „Daher wird der Teil der Direktansprache potenzieller Interessenten durch Personalberater künftig bei der Personalauswahl eine größere Rolle spielen“, so der Verwaltungsbürgermeister. „Bei welchen konkreten Stellen dies der Fall sein wird, wird bedarfsgerecht entschieden.

Schimanskys Posten will die Stadt möglichst zum 1. Oktober neu besetzen. Je nachdem, wie das Verfahren läuft, müsste der Stadtrat den neuen Amtsleiter spätestens im September wählen.

Von Klaus Staeubert

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