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Lokales „Leipzig lebt von seiner Kultur“: Tiefensee will Bewerbung als Weltkulturerbe unterstützen
Leipzig Lokales „Leipzig lebt von seiner Kultur“: Tiefensee will Bewerbung als Weltkulturerbe unterstützen
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11:01 01.09.2010
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Leipzig

Jene will insgesamt 23 Orte in der Innenstadt, die eine Bedeutung für die historische Entwicklung Leipzigs zur Musikstadt haben, optisch miteinander verbinden und damit Leipzig neben der Welterbe-Listung auch bei anderen UNESCO-Programmen, wie beispielsweise dem „Creative Cities Network“ und „Memory of The World“ ins Rennen schicken.

Der konkrete Umfang von Tiefensees Unterstützung werde derzeit noch besprochen. „Es gibt mehrere Möglichkeiten“, sagte der Bundestagsabgeordnete gegenüber LVZ-Online. Beispielsweise könnte er – so gewünscht – im Namen der Bewerbung Präsenz zeigen und würde seine Kontakte in den Entscheidungsgremien nutzen, um Kriterien für einen erfolgreichen Antrag in Erfahrung zu bringen. „Leipzig hat im Bewerbungsverfahren wahrscheinlich namhafte Konkurrenten“, glaubt Tiefensee. Man sei aber gut gewappnet und regelrecht prädestiniert für den Titel. In einem Brief an die Initiative hob er Gründe dafür hervor: „Leipzig mit seiner großen, langen kulturhistorischen Tradition und als eine der führenden Musikstädte der Welt, als Heimat und Schaffensort richtungsweisender Komponisten und Künstler, als Heimat einiger der besten Konzerthäuser und Bühnen der Welt, ist für die Projekte unzweifelhaft die richtige und natürliche Bewerberin.“

Ein solcher UNESCO-Titel für Leipzigs Tradition als Musikstadt sei nach Angaben von Wolfgang Tiefensee auch für die Bürger sehr wichtig. „Die Stadt lebt von ihrer Kultur, sie hält sie zusammen“, sagte er. Eine erfolgreiche Bewerbung mit der „Notenspur“ würde Identität stiften und helfe den Leipzigern bei der Besinnung auf die eigenen Schätze.

Das Konzept der „Leipziger Notenspur“ soll auf einer Strecke von etwa fünf Kilometern die wichtigsten Wohn- und Wirkungsstätten berühmter Komponisten aus der Bach- und Mendelssohnzeit im Stadtzentrum miteinander verbinden. Bis 2011 soll diese Route mit so genannten „ebenerdigen Edelstahlintarsien“ realisiert sein, heißt in einer Mitteilung der Leipziger Tourismus und Marketing GmbH.  Neben diesem Informationsweg plane die Initiative auch einen „Leipziger Notenbogen“, der die Schaffenszeit des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts in den Mittelpunkt stellt, sowie eine Radroute unter dem Titel "Leipziger Notenrad".

www.notenspur-leipzig.de

Matthias Puppe

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