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Lokales Leipzig macht sich gegen die Todesstrafe stark
Leipzig Lokales Leipzig macht sich gegen die Todesstrafe stark
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15:07 29.11.2016
Das Neue Rathaus in Leipzig (Archivbild). Quelle: Waltraud Grubitzsch
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Leipzig

Noch immer wird in zahlreichen Ländern die Todesstrafe vollstreckt. Darauf macht eine internationale Kampagne mit dem Aktionstag „Cities for Life“ („Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“) aufmerksam. Auch die Stadt Leipzig beteiligt sich daran, wie sie selbst am Montag mitgeteilt hat. Als Zeichen für ihre Anteilnahme lässt sie am Mittwoch regelmäßig die Glocke des Goerdeler-Denkmals schlagen.

Die christliche Gemeinschaft Sant’Egidio hat die Kampagne vor 15 Jahren ins Leben gerufen. Seither veranstaltet sie immer am 30. November den weltweiten Aktionstag gegen die Todesstrafe. Dabei wird sie von Kommunen, Verbänden und Menschenrechtsorganisationen unterstützt. Ziel sei die universelle Abschaffung der tödlichen Bestrafung. Die Initiatoren treten für eine Justiz ein, die das Leben immer und unter allen Umständen schützt und verteidigt, heißt es in der Mitteilung.

Die Gemeinschaft Sant’Egidio ist eine von der römisch-katholischen Kirche anerkannte Laienbewegung mit über 60.000 Anhängern. Sie setzt sich für die Armen und den Frieden in der Welt ein.

Glockenläuten in Leipzig

In Deutschland sind mehr als 150 Städte am Aktionstag beteiligt. Viele von ihnen entzünden Lichter oder zeigen auf akustischem Wege ihren Beistand. So etwa Leipzig, wo die Glocke des Goerdeler-Denkmals fünf Minuten vor jeder vollen Stunde ertönen soll. Das Denkmal befindet sich an der Südwestseite des Neuen Rathauses. Es erinnert an Carl Friedrich Goerdeler, den ehemaligen Bürgermeister der Stadt, der 1945 wegen seiner Beteiligung am bürgerlichen Widerstand gegen den Nationalsozialismus hingerichtet wurde.

140 Staaten der Erde haben die Todesstrafe mittlerweile ganz beseitigt oder wenden sie nicht mehr an. Der erste überhaupt war das Großherzogtum Toskana. Dieses hatte am 30. November 1786 Folter und Todesstrafe für abgeschafft erklärt. Gleichwohl sind Tötungen im Sinne der Strafjustiz noch in etwa 50 Ländern gängige Praxis. Mancherorts wird zudem überlegt, sie wieder einzuführen, aktuell unter anderem in der Türkei.

Von Matthias Klöppel

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