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Lokales Leipzig mit Luftreinhaltung zufrieden – Sorgenkind Lützner Straße
Leipzig Lokales Leipzig mit Luftreinhaltung zufrieden – Sorgenkind Lützner Straße
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16:27 23.06.2015
Großbaustelle Lützner Straße: Sanierung und Stadtbahn sollen einen positiven Effekt für die Luftreinhaltung haben. Quelle: Andreas Döring
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Leipzig

Straßensanierung, Baumpflanzung, Fahrradwege oder LVB-Netz: Leipzig investierte auch 2014 Millionenbeträge in die Erfüllung des Luftreinhalteplans. Das geht aus einer Aufstellung des Umweltdezernats für die Stadträte hervor. Erfolge sind da: An der Messstation Leipzig-Mitte wurde im zweiten Jahr in Folge die Feinstaubbelastung nicht unzulässig überschritten. Die Lützner Straße bleibt allerdings Sorgenkind.

Der Tagesgrenzwert für Feinstaub (PM10) wurde dort an 41 Tagen übertreten – die bundesweit geltende Toleranzgrenze liegt bei 35 Tagen im Jahr. Das Landesamt für Umwelt und Geologie führe an der Messstation jetzt Sonderuntersuchungen durch, teilte Leipzigs Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke) am Dienstag auf Anfrage von LVZ.de mit.

Dabei gehört die Lützner Straße zu den Sanierungsprojekten, in die die Stadt seit Jahren investiert. Der bessere Verkehrsfluss und eine leistungsfähige Stadtbahn sollen nicht nur dort für gute Luft in Leipzig sorgen. 2014 investierte Leipzig 3,9 Millionen Euro für den Straßenabschnitt zwischen Plaut- und Henriettenstraße, inklusive Ausbau der Trasse für die Linie 15.

Die Erneuerung der Wurzner Straße zwischen Dresdner- und Torgauer Straße für rund 1,9 Millionen Euro zählt die Stadt ebenso zu den Straßenbaumaßnahmen zur Umsetzung des Luftreinhalteplans wie den Karli-Ausbau zwischen Luther-Ring und Körnerstraße für 2,5 Millionen Euro. Insgesamt nennt ein tabellarischer Umsetzungsbericht für die Stadträte eine Summe von rund 8,8 Millionen Euro für Straßenbaumaßnahmen.

Umfrage soll City-Tunnel-Effekt klären

Gewaltig sind die Summen, die in den öffentlichen Nahverkehr fließen. 2014 waren das 28,5 Millionen Euro für den Netzausbau und 3,7 Millionen Euro für komfortablere, und damit attraktivere Fahrzeuge. Die Maßnahmen könnten aber „nur teilweise konkreten Luftreinhaltemaßnahmen zugeordnet werden“, heißt es im Dokument für die Stadträte. Mehr Menschen für Bus und Bahn zu begeistern, käme auch dem Ziel des Lärmaktionsplans, des Energie- und Klimaschutzprogramms und des Verkehrsentwicklungsplans zu Gute, konkretisierte das Rosenthal-Dezernat am Dienstag. Welche Rolle der City-Tunnel zur Entlastung spielt, soll jetzt eine repräsentative Verkehrsbefragung ergeben, so die Behörde.

Erfolgsmodell Umweltzone

Zu den weiteren Projekten gehört das Anlegen von Radwegen, neue Rad-Parkplätze (Bügel) oder die Beschilderung für den Radverkehr, rund 1,2 Mio. Euro im Jahr 2014. Für die Pflanzung von Straßenbäumen gab Leipzig mehr als eine halbe Million Euro aus. Die Fassadengrün-Aktion Klettermax wurde außerdem vorbereitet und in diesem Jahr wieder aufgenommen.

Also tief durchatmen in Leipzig? Im Großen und Ganzen könne man mit den Ergebnissen zufrieden sein, so Umweltbürgermeister Rosenthal gegenüber LVZ.de. Vor allem die Verbesserung der Park + Ride-Plätze sowie Vereinbarungen für Kombitickets für Bus und Bahn mit 80 Prozent der Konzert- und Sportveranstalter sowie mit den städtischen Theatern werte er als positiv. Bei der Förderung der Elektromobilität würden bei den kommunalen Unternehmen die Ziele des Luftreinhalteplans sogar übertroffen.

Als wesentlichen Baustein lobt Rosenthal die im März 2011 eingeführte Umweltzone. Der Anteil motorbedingter Rußbelastung konnte laut Umweltbürgermeister um 40 Prozent gesenkt und damit „ein signifikanter Gesundheitsgewinn für alle Leipziger Bürger erreicht werden“.

Evelyn ter Vehn

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