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Lokales Leipzig mit neuem Tourismus-Rekord – Dresden leidet unter "Pegida-Effekt"
Leipzig Lokales Leipzig mit neuem Tourismus-Rekord – Dresden leidet unter "Pegida-Effekt"
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20:45 23.02.2016
Touristen auf dem Naschmarkt: 2015 fuhr Leipzig einen neuen Rekord ein. Quelle: Leipzig report
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Leipzig

Während Sachsens Landeshauptstadt Dresden wegen der Pegida-Demos bei Touristen an Attraktivität einbüßt, hat Leipzig 2015 allen Legida-Aufzügen zum Trotz mit 2,83 Millionen Übernachtungen und 1,53 Millionen Ankünften einen neuen Gästerekord aufgestellt. Bereits zum zehnten Mal in Folge verzeichnete die Messestadt damit ein Touristen-Plus, teilte die Leipzig Tourismus und Marketing GmbH (LTM) am Dienstag mit.

Gegenüber dem Vorjahr stieg die Zahl der Übernachtungen um 2,3 Prozent, die der Ankünfte um 1,7 Prozent. Die höchsten Zuwächse gab es bei den Besuchern aus Spanien (plus 74,9 Prozent), Polen (plus 54,9 Prozent) und der Tschechischen Republik (plus 42,5 Prozent). Die meisten ausländischen Gäste kamen aus den USA (38.441 Übernachtungen), der Schweiz (34.916 Übernachtungen) und Großbritannien (34.509 Übernachtungen).

Jeder siebte Tourist kommt aus dem Ausland

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Während die Zahl der Übernachtungen inländischer Gäste um 1,4 Prozent zulegte, stieg die Zahl der ausländischen Besucher um 8,3 Prozent an. 15 Prozent aller Übernachtungen - also jede Siebte - gingen inzwischen auf Touristen aus dem Ausland zurück. LTM-Geschäftsführer Volker Bremer blickt dennoch nur mit gedämpftem Optimismus in die Zukunft: „Es bleibt abzuwarten, ob sich unsere potenziellen Gäste vom derzeit schlechten Sachsen-Image beeinflussen lassen“, sagte er. Für 2016 erwartet er nur ein moderates Wachstum.

In Dresden leidet der Tourismus deutlich stärker unter den fremdenfeindlichen Protesten. Erstmals nach sechs Jahren Wachstum sind die Touristen-Zahlen für Dresden rückläufig. Im vergangenen Jahr gingen die Übernachtungen um drei Prozent auf 4,3 Millionen zurück, bei den Ankünften gab es ein Minus von 2,3 Prozent. Bettina Bunge, die Geschäftsführerin der Dresden Marketing GmbH (DMG), sprach von einem „Pegida-Effekt“ und einem Imageverlust für die sächsische Landeshauptstadt aufgrund der fremdenfeindlichen Parolen. Das habe auch eine repräsentative Markenstudie gezeigt.

Dresden-Reisen abgesagt

„Menschen haben sich in dem Zeitraum bewusst gegen einen Dresden-Besuch entschieden und ihre Privat- oder Geschäftsreise abgesagt, wie wir von Veranstaltern und Branchenvertretern wissen“, sagte Bunge. 2015 sei für alle ein schwieriges Jahr gewesen. Umso wichtig sei es, dass sich Dresden als weltoffene Stadt positioniere. (Text mit dpa)

dom

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