Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Leipzig plant Schwimmhalle am Otto-Runki-Platz – Stadtrat entscheidet
Leipzig Lokales Leipzig plant Schwimmhalle am Otto-Runki-Platz – Stadtrat entscheidet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:00 14.09.2016
Soll Standort für eine neue Schwimmhalle werden: Der Otto-Runki-Platz.  Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Die Messestadt braucht mehr Schwimmhallen, das ist seit Langem klar. Vor allem in den Bezirken Süd, Nordwest, Alt-West, Südost, Nordost und Nord klaffen große Lücken im bisher zehn Standorte umfassenden Schwimmhallennetz und stellen Schulen, Vereine und Freizeitsportler dort vor Probleme. Im Zuge des neuen Sportprogramms bis 2024 kommt nun tatsächlich Bewegung in die Misere.

Den Stein ins Rollen brachte vor eineinhalb Jahren bereits die Leipziger Ratsversammlung. Damals wurde die Stadtverwaltung auf Antrag von Stadtrat René Hobusch (FDP), mit Änderungsantrag von Grünen und SPD, damit beauftragt, eine geeignete Neubau-Fläche im Osten der Messestadt zu finden. Die Behörden suchten und prüften intensiv, nahmen das Anliegen letztlich auch ins neue Sportprogramm auf. Im Oktober kommt nun das Ergebnis der Recherchen zur Abstimmung. Votiert eine Mehrheit der Stadträte für die Vorlage aus dem Dezernat von Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke), kann in ein paar Jahren am Otto-Runki-Platz geschwommen werden.

Sechs Bahnen mit jeweils 25 Meter und einer Wassertiefe von 1,80 Metern sollen auf der kommunalen Freifläche im Stadtteil Neuschönefeld entstehen. Dazu kommen Lehrschwimmbecken, Kinderplanschbecken, moderner Umkleide- und Sanitärbereich und womöglich auch eine Sauna. Mehr als 5.000 Quadratmeter groß wird die neue Schwimmhalle an der Eisenbahnstraße wohl werden – das füllt fast den ganzen Otto-Runki-Platz aus. Als Ersatz für das schwindende Grün könnten am Parkbogen Ost und in der Schulze-Delitzsch-Straße neue Parkflächen angelegt werden, heißt es in der Vorlage weiter.

Alternativen für den Standort gebe es praktisch nicht, so die Kommune weiter. Neben dem Runki-Platz wurden 13 weitere mögliche Flächen zwischen Mockau, Paunsdorf, Schönefeld, Stötteriz, Reudnitz und Anger-Cottendorf geprüft. Sogar der ehemalige Bowlingtreff am Wilhelm-Leuschner-Platz wurde als unterirdische Schwimmhalle in Betracht gezogen. Weil dort aber nur drei Bahnen hineingepasst und die Umbaukosten wohl den Rahmen gesprengt hätten, gab es auch hier nur rotes Licht.

Gute Anbindung an Schulen und Kitas – 16 Millionen Euro Baukosten

Übrig blieb der Otto-Runki-Platz – der ohnehin eine hervorragende Anbindung hat. Direkt daneben befindet sich die Grundschule am Rabet, das Berufliche Schulzentrum 7 und die Straßenbahnhaltestelle in der Einertstraße (Linie 1, 3 und 8). In der nahen Umgebung liegen darüber hinaus noch die August-Bebel- und Wilhelm-Wander-Grundschulen, vier Kindertagesstätten sowie die 16. Oberschule, listet das Neue Rathaus auf.

Bauausführung und Betrieb soll die Stadt-Tochter Sportbäder Leipzig GmbH übernehmen, die bereits acht der zehn Schwimmhallen in der Messestadt betreibt. Grober Finanzieller Rahmen für den Neubau wären bis 16 Millionen Euro – wovon etwa die Hälfte über Fördermittel des Landes finanziert werden könnte.

Wie die Stadträte in Leipzig den Vorschlag aus dem Sportdezernat sehen, ist unklar. Landtagsabgeordneter Roland Pohle (CDU) reagierte nach Bekanntwerden der Ideen zumindest latent ablehnend, brachte stattdessen ein verlassendes Feuerwehrareal in der Theodor-Neubauer-Straße in Anger-Crottendorf ins Spiel. „Dieser Standort liegt zentraler im Leipziger Osten und würde nicht nur diesem Ortsteil gut tun, sondern auch Engelsdorf, Mölkau und Holzhausen“, sagte er.

Von Matthias Puppe

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am kommenden Freitag könnte der gewohnte Auto-Stellplatz nicht zur Verfügung stehen: Zum „Parking-Day“ verwandeln Akteure vielerorts in Leipzig Parkbuchten in grüne Oasen. Der Leipziger Umweltbund Ökolöwe unterstützt die Initiative.

14.09.2016
Lokales Jungbäume und Beete werden mehr gegossen - Tropenhitze setzt Leipzigs Grünanlagen zu

Die Hitze macht auch Leipzigs Grünanlagen zu schaffen. So müssen vor allem Blumenbeete in der Innenstadt sowie Jungbäume öfter als sonst bewässert werden. Bei anderen Bäumen ist das aber nicht notwendig, da im Herbst ohnehin bald die Blätter fallen.

14.09.2016

Die wegen ihrer beleidigenden Äußerungen über einen türkischen Journalisten in der Kritik stehende Leipziger CDU-Bundestagsabgeordnete Bettina Kudla muss ihre politische Zukunft fürchten. Die Leipziger CDU lässt die Politikerin fallen.

20.09.2016