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Lokales Leipzig soll einen Notarztwagen für Babys bekommen
Leipzig Lokales Leipzig soll einen Notarztwagen für Babys bekommen
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22:00 27.04.2015
(Symbolfoto) Quelle: dpa

Sprecherin Anna Eberchart war dieser Tage an der Pleiße, wo mehrere Partner mit im Boot sind: die Stadt, das Klinikum St. Georg, Uni-Klinikum und Herzzentrum.

 "Schirmherr für das Ganze ist Kurt Biedenkopf", erzählte Eberchart, die bei ihrem Aufenthalt zugleich Ausschau nach möglichen Sponsoren hielt. Immerhin kostet das Fahrzeug samt "mobilem Intensivarbeitsplatz mit Transportinkubator" 560.000 Euro. Integriert werden soll es vor Ort in die Rettungsleitstelle der Branddirektion. "Wir möchten in Leipzig unseren modernsten Typ namens ,Felix' etablieren, wie er bereits in Vechta und Oldenburg unterwegs ist", so Eberchart. Wie sehr der Baby-Notarztwagen in Leipzig willkommen ist - etwa für die Verlegung kleiner Risiko-Patienten und von Frühchen in eines der hiesigen Perinatalzentren - unterstrich Branddirektor Karl-Heinz Schneider, zumal er eine stetig steigende Zahl solcher Einsätze in seinem Zuständigkeitsgebiet registriert. Leider gebe es für solche Fahrzeuge noch keinen gesetzlichen Standard in Sachsen, bedauerte er. Mit besagtem Spezialfahrzeug für einen äußerst schonenden Transport und den zugehörigen, bei erwähnten drei Kliniken stationierten Spezialinkubatoren sei allerdings ein optimaler Schutz jungen Lebens zu erreichen.

Bisher stünden für Säuglingstransporte oft nur "normale" Notarztwagen mit Tragen für Erwachsene zur Verfügung, erklärte Eberchart. Dabei sind Neugeborene zarte Wesen, ihr Transport nicht so ohne. "Felix" verfüge daher über ein ausgeklügeltes Dämpfungssystem. "Es federt selbst Schlaglöcher bis zu zehn Zentimeter Tiefe ab. Das Baby schwebt auch dann noch im Wagen fast wie auf einer Wolke", meinte sie. Zudem gebe es eine Top-Schallisolierung. Immerhin bringe es allein das Signalhorn auf dem Autodach auf Ohrenschützer-verdächtige 80 Dezibel. Vor allem aber seien bei "Felix" die Inkubatoren quer zu Fahrtrichtung in der Wagenmitte eingebaut. So würden während der Tour Belastungen auf die offene Fontanelle erheblich reduziert. Insbesondere beim Bremsen. Und wie die Erfahrung anderer Städte zeigte, sei damit gar das Risiko von Todesfällen Neugeborener oder Spätschäden "entscheidend zurückgegangen".

"Ich freue mich, dass die Björn Steiger Stiftung mit ihrem ganzheitlichen Baby-Notarztwagen-System ,Felix' nach Leipzig kommen und alle Mühe aufwenden wird, die Finanzierung zu verwirklichen", so Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD).

Kontakt zur Stiftung: Telefon 0719530550; info@steiger-stiftung.de

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.04.2015

Angelika Raulien

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