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Lokales Leipzig soll noch 2017 vier neue Milchtankstellen bekommen
Leipzig Lokales Leipzig soll noch 2017 vier neue Milchtankstellen bekommen
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18:05 03.04.2018
Milchtankstelle der Agrarprodukte Kitzen e.G. in Leipzig-Großzschocher Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

Milch direkt vom Bauern – dieser Trend findet auch in Leipzig und Umgebung eine Menge Freunde. Bisher fahren die Leipziger zur Milchtankstelle in Großzschocher in der Raiffeisenstraße 51 – direkt neben dem Stall der Agrarprodukte Kitzen. Doch noch in diesem Jahr soll die Stadt vier weitere Milchtankstellen bekommen. Und damit ändert sich einiges, so Geschäftsführer Thomas Rößner gegenüber LVZ.de. 

Voraussichtlich ab November werden an Leipziger Supermärkten neue Milchautomaten aufgestellt. Zwei weitere Zapfstellen sollen das Netz in der Messestadt mittelfristig weiter ergänzen. Auch Markkleeberg und Schkeuditz sollen je eine nagelneue Zapfstelle bekommen, erklärt Agrarprodukte-Chef Rößner gegenüber LVZ.de. Doch über die Standorte will er noch nicht reden, da jeder einzeln mit einem Partner beworben werden soll.

Eigene Molkerei macht es möglich

Um die neuen Milchtankstellen in Betrieb zu nehmen, hat die Genossenschaft rund 700.000 Euro in eine eigene kleine Molkerei am Standort Kitzen investiert. Dort wird die Rohmilch pasteurisiert. „Dazu erhitzen wir die Milch 30 Sekunden lang auf 73 Grad“, so Rößner. Rahmgehalt und Geschmack bleiben unverändert, Keime werden abgetötet, erklärt er. Letzte Hürde: Ende Oktober steht die Abnahme der Anlage durch das Lebensmittelamt Leipziger Land an. Danach sollen die Automaten im Wochentakt aufgestellt werden. 

Bisher durften die Bauern Milch nur unmittelbar an den Ställen verkaufen, damit Keime sich nicht durch Transport und eventuell unterbrochene Kühlketten vermehren. Für die Kitzener ist das Problem mit der Pasteurisierung vom Tisch, auch der Hinweis „Achtung Rohmilch, vor dem Verzehr abkochen“ wird damit an den neuen Zapfstellen überflüssig, sagte Rößner weiter.

Rund 350 Liter pro Tag

Rund 40 Milchtankstellen gibt es mittlerweile in ganz Sachsen. Der Trend zur Versorgung direkt vom Bauern sei ungebrochen, funktioniere eben vor allem in der Stadt, weiß Rößner. Mit dem Absatz an den beiden Stationen Kitzen und Großzschocher sei er „mehr als zufrieden“ – auch wenn das Niveau von 450 Litern pro Tag in der Startphase sich nun auf rund 350 Liter pro Tag eingependelt hat. 

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In Großzschocher steht seit Ende 2015 ein Milchautomat der Agrarprodukte Kitzen e.G. 

Trotz gestiegenem Grundpreis pro Liter Milch zahlen die Leipziger an der Zapfstelle immer noch einen Euro pro Liter. An den neuen Tankstellen im Stadtgebiet soll sich der Preis bei 1,20 Euro pro Liter bewegen. Kosten von rund 40.000  Euro pro Automat und die Anlieferung mit Kühlfahrzeugen müssten finanziert werden, so Rößner. Dafür sei die Milch nun auch fünf Tage lang haltbar. 

Rund 20.000 Liter Frischmilch täglich geben die insgesamt rund 860 Kühe in den Ställen Großzschocher und Kitzen. „Damit werden wir immer auch den Großhandel beliefern.“ Die neue Molkerei und das wachsende Automaten-Netz biete künftig aber zumindest die Möglichkeit, Frischkäse, Joghurt und Quark herzustellen und anzubieten. 

Von Evelyn ter Vehn

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