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Lokales Leipzig spült sich bei Toiletten-Ranking bundesweit auf Platz zwei
Leipzig Lokales Leipzig spült sich bei Toiletten-Ranking bundesweit auf Platz zwei
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12:29 20.10.2016
So viel Geld reicht in Leipzig für seeeehr viele Toilettenbesuche. Hier ist er mit 1,9 Cent bundesweit besonders günstig, hat ein aktuelles Ranking ermittelt. Quelle: Leipzig report
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Leipzig

 Skurrile Städte-Rankings gibt es viele, dieses ist besonders schlüpfrig: Laut einem bundesweiten Toilettenkosten-Vergleich ist die Nutzung des stillen Örtchens in Leipzig außergewöhnlich günstig. Beim Preis für einen Spülgang inklusive Abwasserkosten landet die Messestadt mit 1,9 Cent gemeinsam mit München und Köln auf Platz zwei. Spitzenreiter ist Mainz, wo das Austreten noch um 0,1 Cent günstiger ist.

Am teuersten ist ein WC-Besuch in Potsdam: Hier werden 3,7 Cent fürs Spülen fällig. Das sind in Summe insgesamt 113 Euro jährlich. Zum Vergleich: Die Leipziger zahlen für ihre kleinen und großen Geschäfte mit 58 Euro im Jahr nur etwa die Hälfte. Als Berechnungsmaßstab wurden die Kosten für fünf Toilettengänge täglich mit einer durchschnittlichen Standard-Spülmenge von jeweils sechs Litern zugrunde gelegt.

Der Spülkosten-Index von der teuersten zur billigsten Großstadt: Leipzig spült sich - von unten gesehen - auf Platz zwei. Quelle: Netzsieger

Dresden landet gleichauf mit Erfurt und Hamburg auf Platz zehn (2,3 Cent pro Spülgang), knapp vor Berlin (2,5 Cent). In Magdeburg will ein Toilettenbesuch gut überlegt sein: 2,9 Cent werden hier jedes Mal zum Abfluss hinabgespült. Damit landet die Landeshauptstadt von Sachsen-Anhalt knapp vor Saarbrücken (3,3 Cent) auf dem drittletzten Platz der 21 untersuchten Großstädte. Ermittelt hat den „Spülkosten-Index“ das Online-Vergleichsportal Netzsieger aus Berlin.

Leipziger zahlen 64 Cent pro Tag für Wasser und Abwasser

Bei den Leipziger Wasserwerken herrscht gewisse Erleichterung. „Grundsätzlich ist es schön, wenn man sich auf dem stillen Örtchen keine Gedanken über den Wasserpreis machen muss“, kommentierte KWL-Sprecherin Katja Gläß das Ergebnis gegenüber LVZ.de. „Für uns ist das ein Beweis, dass unsere effektive Arbeit sich auch in den Preisen niederschlägt.“ Durchschnittlich zahle jeder Leipziger für seine Vollversorgung mit Wasser und Abwasser 64 Cent pro Tag. „Für einen Cent bekommt man fünf Liter Trinkwasser“, erläuterte Gläß.

Die Preise in einzelnen Großstädten seien jedoch schwer miteinander zu vergleichen, gab die Wasserwerke-Sprecherin zu bedenken. Die Bedingungen für die Wasserversorgung seien aufgrund örtlicher Gegebenheiten stark unterschiedlich. So sparen sich die KWL viele Millionen Euro für teure Reinigungsfilter, da rund um die Wasserwerke in Thallwitz und Canitz ökologische Landwirtschaft ohne Pflanzenschutzmittel und Dünger betrieben wird. Dies schlage sich in geringeren Nitratwerten nieder – und letztlich auch einem besonders preiswerten Stuhlgang.

Von Robert Nößler

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