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Lokales Leipzig startet sozialen Wohnungsbau
Leipzig Lokales Leipzig startet sozialen Wohnungsbau
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10:32 10.06.2017
In Leipzig sollen nun etwa 500 Sozialwohnungen pro Jahr entstehen. Um den Zuzugsboom zu bewältigen, wären jedoch 2000 nötig.  Quelle: André Kempner
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Leipzig

Die Stadt Leipzig will in Kürze die ersten beiden Vereinbarungen zum Bau von Sozialwohnungen abschließen. Dabei geht es um insgesamt 70 Wohnungen, die private Vorhabenträger in bisher leerstehenden Häusern sanieren, teilte Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau (parteilos) mit. Seit 18. April liege der Stadt ein Bewilligungsbescheid des Freistaates Sachsen vor, auf dessen Grundlage in diesem Jahr 20 Millionen Euro an Fördermitteln ausgegeben werden können.

Den Interessenten winkt ein Zuschuss von 27.000 Euro für die Sanierung einer mittelgroßen Altbauwohnung oder 38 000 Euro bei Neubauten. Im Gegenzug müssen sie die Kaltmieten für 15 Jahre auf 4,66 beziehungsweise 6,50 Euro deckeln. In Leipzig hätten 100.000 Haushalte Anspruch auf einen Wohnberichtigungsschein für solche Quartiere, erläuterte Dubrau. Durch den starken Zuzug würden 2000 Sozialwohnungen pro Jahr benötigt, die 20 Millionen reichten jedoch nur für etwa 500.

Das für 2017 bewilligte Geld muss binnen drei Jahren verbaut werden, sagte Karsten Gerkens vom Amt für Stadterneuerung. 2018 und 2019 erhalte Leipzig voraussichtlich wieder jeweils 20 Millionen Euro vom Land. Dann sei aber mit vielen Anträgen im Zusammenhang mit der Entwicklung ganz neuer Stadtviertel zu rechnen. Auch werde bis Ende 2017 sicher über die ersten Konzeptvergaben entschieden sein. Dabei überträgt die Kommune Grundstücke an private Bauherren unter der Bedingung, dass diese dort preisgünstigen Wohnraum schaffen.

Gerkens riet allen weiteren Interessenten, deren Vorhaben zeitnah starten könnten, sich schon um eine Förderung aus dem Topf für 2017 zu bemühen. Bisher gebe es 15 Bewerber, darunter auch Genossenschaften. Wie berichtet, will der städtische Großvermieter LWB das Förderprogramm ab 2018 in Anspruch nehmen und an der Bernhard-Göring-Straße ein erstes Projekt mit 80 Sozialwohnungen starten.

Dubrau verwies auf einen Beschlussvorschlag ihres Dezernates für den Stadtrat. Demnach soll bei allen neuen Großvorhaben (für die ein Bebauungsplan nötig ist) in Zukunft eine Quote von mindestens 30 Prozent Sozialwohnungen gelten. Dies wurde so bereits für den früheren Freiladebahnhof in Eutritzsch vereinbart. Für ein geplantes Quartier am Bayerischen Bahnhof werde dieses Thema ebenfalls noch mal interessant, sagte sie. „Und zwar für die Bereiche, für die ein Bebauungsplan erstellt werden muss.“

Von Jens Rometsch

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