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Lokales Leipzig sucht den digitalen Innovator
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07:00 08.02.2017
Laptop, Virtual-Reality-Brille und 360-Grad-Kamera sind nur drei von vielen technischen Gerätschaften, mit denen André Nikolski (links) und Marco Weicholdt (rechts) die Teilnehmer des ersten Hackathons am Wochenende ausstatten werden. Quelle: Foto: André Kempner
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Leipzig

Visionäre aufgepasst: Am Wochenende geht es im Peterssteinweg 14 um die Gestaltung der digitalen Zukunft Leipzigs. Beim ersten Hackathon im Basislager Coworking Space, einem Unternehmen der Madsack-Mediengruppe, sollen innovative Konzepte rund um die aktuellen Produkte und Trends der Computerbranche entstehen.

Auch wenn es sich für manche anders anhören mag, so ist das Ganze doch wesentlich mehr als nur Spielerei und heiße Luft um Nullen und Einsen. Es geht um neue Verarbeitungs- und Darstellungsmöglichkeiten für journalistische und gewerbliche Inhalte, um die Nutzbarmachung großer Datenmengen für alltägliche Anwendungen. Und: um Leipzig als Standort für die digitale Branche.

Deshalb arbeiten die Veranstalter des Hackathons – ein Kofferwort aus Hacking und Marathon – eng mit lokalen und auswärtigen Unternehmen zusammen. In 48 Stunden sollen die Teilnehmer im Rahmen einer thematischen Vorgabe ein frisches und umsetzbares, digitales Konzept auf die Beine stellen. „Vor allem der Mittelstand hat ein großes Interesse an der Digitalisierung, aber nicht immer die notwendigen Kapazitäten“, erklärt Marco Weicholdt, Eventmanager im Basislager, das seit zwei Jahren als günstiger Arbeitsplatz von Start-Ups und Selbstständigen angemietet werden kann. „Ziel des Hackathons ist es, Innovatoren und Unternehmen zusammenzubringen – auch wenn der Weg noch lang ist.“

Als Sponsoren des Events treten die LVZ, die Kieler Nachrichten, der Internetprovider Addix sowie die Leipziger Gruppe auf. Neben Verpflegung, Preisgeldern und Arbeitsfläche stellen sie auch die Themen, mit denen sich die Teams auseinandersetzen. Wie kann flächendeckendes, kostenloses W-LAN in der Innenstadt touristisch und gewerblich genutzt werden? Können Straßenbahnen als mobile Wetter- und Schadstoff-Messstationen dienen? Und wie können Daten über Wahlergebnisse, öffentlichen Nahverkehr oder freie Kita-Plätze angemessen und für alle zugänglich visualisiert werden?

Über 40 Teilnehmer – Programmierer, Entwickler, Marketingstrategen und Designer – haben sich bereits für den Hackathon angemeldet, die eine Hälfte aus Leipzig, die andere aus dem restlichen mitteldeutschen Raum. Die Angereisten schließen sich in Gruppen zusammen und arbeiten bis Sonntagnachmittag an Konzept und Präsentation. „Wir wollen schauen, was Menschen, die sich vorher nicht kannten, an einem Wochenende in gezielter, konzentrierter Arbeit in einem idealen Umfeld entwickeln können. Innovation gelingt besser, wenn verschiedene Perspektiven aufeinandertreffen“, erklärt Weicholdt das Prinzip der Veranstaltung.

Innerhalb dieses Zeitraums entstehen natürlich noch keine marktreifen Produkte – das geschieht erst in gemeinschaftlicher Weiterarbeit mit den Unternehmen und Investoren. Das dürfte sich auch positiv auf die Infrastruktur auswirken: Lassen sich Stadt und Unternehmen durch neue Ideen beispielsweise von den Vorteilen kostenlosen Wlans überzeugen, wird der Ausbau desselbigen vorangetrieben. Die Ergebnisse der Projekte werden zudem der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

Die Anmeldung für den ersten Hackathon ist noch möglich: Die Plätze für Web- und Grafik-Designer sind aktuell unterbesetzt. Für Verpflegung und Unterkunft ist gesorgt. Anmeldung und weitere Informationen unter www.basislager.co/events/basislager-hackathon.

Von Christian Neffe

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