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Lokales Leipzig und Landkreis dehnen Sperrbezirk zum Schutz vor Vogelgrippe aus
Leipzig Lokales Leipzig und Landkreis dehnen Sperrbezirk zum Schutz vor Vogelgrippe aus
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11:17 18.11.2016
Mitarbeiter des Veterinäramtes in Schutzkleidung. Quelle: dpa
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Leipzig

Wegen eines weiteren Vogelgrippe-Befunds vom Mittwoch dehnen die Stadt Leipzig und der Landkreis Leipzig ihre Sperrkreise und Beobachtungsgebiete aus. Mittlerweile ist klar, dass auch die Ente, die am Westufer des Cospudener Sees gefunden wurde, mit dem gefährlichen Geflügelpest-Erreger H5N8 infiziert war.

Zum Sperrbezirk in Leipzig wurden folgende Ortsteile erklärt:

Knautkleeberg, Knauthain, Hartmannsdorf-Knautnaundorf, Rehbach, Großzschocher und Kleinzschocher (südlich der Alfred-Rosch-Kampfbahn und des Sommerbads Kleinzschocher).

In Connewitz wird der Sperrbezirk mit einer weiterführenden Linie durch das Naturschutzgebiet Elster- und Pleiße-Auwald inklusive Probstei und Streitholz, entlang der B2 (stadtauswärts) bis zur Abfahrt Wildpark abgegrenzt. Ab Wildpark bildet die Mühlpleiße die westliche Grenze bis zur Stadtgrenze Markkleeberg inklusive des agra-Geländes.

Das Beobachtungsgebiet umfasst laut Stadtverwaltung das gesamte Stadtgebiet südlich von und einschließlich folgender Ortsteile: Böhlitz-Ehrenberg, Wahren, Möckern, Gohlis, Eutritzsch, Mockau, Schönefeld, Paunsdorf, Engelsdorf und Althen-Kleinpösna.

Leinenpflicht für Hunde und Katzen

Die Verwaltung weist Tierhalter darauf hin, dass in diesen Bereichen Leinenpflicht für Hunde und Katzen herrscht. Diese könnten das Virus verbreiten, wenn sie verseuchten Tierkot an den Pfoten herumtragen. Vor allem in Ufernähe von Gewässern müssten die Besitzer auf ihre Haustiere achten. Verendete Wasser- oder Greifvögel können dem Veterinäramt unter der Nummer 0341-123-3791 gemeldet werden.

Bereits am Dienstag untersagte die Kommune die Genehmigungen für die 120. Leipziger Rassegeflügelschau „Lipsia“ und die 98. Deutsche Rasselgeflügelschau „Nationale“ vom 2. Bis 4. Dezember auf der Neuen Messe.

In ganz Sachsen gilt schon seit Montag eine Stallpflicht für Geflügel. Bisher greifen die Vorsichtsmaßnahme offenbar: Bis Donnerstag gab es laut Stadtverwaltung keinen Virusbefall in sächsischen Geflügelbetrieben. Bisher gab es drei Fälle von Virusbefall bei Wildvögeln.

Landkreis Leipzig dehnt Sperrkreis ebenfalls aus

Auch der Landkreis Leipzig reagierte am Freitag und dehnte den Sperrbezirk rund um den Cospudener See aus. Die Behörde umreißt das Gebiet wie folgt:

Beginnend am Südrand des Stadtgebiets Leipzig an der Bornaischen Straße, Markkleeberg, dieser Richtung Markkleeberger See folgend bis zur Seepromenade, Markkleeberg, dieser östlich um den Markkleeberger See folgend bis zum Straßenende, dann an dem Ufer des Markkleeberger Sees weiter in östlicher Richtung beginnend umrundend bis zur Verbindung mit dem Störmthaler See, die Schleuse südlich entlang bis zur Unterführung der Autobahn A 38, dann dem Straßenverlauf der A38 westlich folgend bis zum Autobahnkreuz Leipzig Süd, anschließend der Bundestraße B2 Richtung Zwenkau bis zur Kreuzung mit der Bundesstraße B186, dann dem Straßenverlauf der B186 bis zur Grenze des Stadtgebiets folgend, dann der Umrandung des Sperrbezirks auf dem Gebiet der Stadt Leipzig folgend bis zur Bornaischen Straße, Markkleeberg,

Diese Ortsteile gehören zum Sperrbezirk:

Folgende Ortsteile von Markkleeberg, die auf dem Gebiet des Landkreises Leipzig liegen, sind betroffen: Gautzsch, Oetzsch, Großstädteln, Zöbigker und Gaschwitz.

Von der Gemeinde Böhlen wurden die Ortsteile Großdeuben und Probstdeuben zum Sperrgebiet erklärt, TEile von Zwenkau mit den Ortsteilen Kotzschbar und Imnitz gehören ebenfalls dazu.

Ortsteile im Beobachtungsgebiet:

Zum Beobachtungsgebiet erklärte der Kreis die Gemeinden Großpösna, Espenhain, Böhlen, Rötha, Neukieritzsch, Groitzsch, Pegau, Markranstädt sowie die Ortsteile von Markkleeberg östlich der Bornaischen Straße mit Auenhain und Wachau. Von Zwenkau zählen Zitzschen, Großdalzig, Kleindalzig, Teilschütz, Lobschütz, Döhlen und Rüssen-Kleinstorkwitz zum Beobachtungsgebiet.

Das Landratsamt weist in der „Tierseuchenrechtlichen Allgemeinverfügung“ darauf hin, dass die Maßnahmen eine Mindestlaufzeit von 21 Tagen haben.

Von lyn

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