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Lokales „Leipzig und seine Hunde“ – Mehr als 180 Verstöße gegen Leinenzwang
Leipzig Lokales „Leipzig und seine Hunde“ – Mehr als 180 Verstöße gegen Leinenzwang
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13:05 19.07.2012
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Auch zu kleine Wohnungen und die Frage „Wohin mit dem Tier im Urlaub“ zählt die Stadtverwaltung zu den Problemfeldern, die sich in Sachen Hund und Stadt auftun. Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal lud am Donnerstag zum Gespräch mit den Bürgern.

Bis 16 Uhr standen eine Reihe von Ansprechpartnern am Stöckelplatz in Leipzig-Schönefeld Rede und Antwort. Außer Rosenthal und dem Ordnungsamtsleiter Helmut Loris waren auch Tierheim-Leiter Michael Sperlich und Sabine Heymann, Vorsitzende des Tierschutzbeirates vor Ort. Eva-Maria Meissner kam als Vertreterin des sächsischen Verbands der Hundehalter (VDH), Ute-Marina Döhlert suchte als Tierschutzbeauftragte des Veterinäramtes das Gespräch mit den Leipzigern.
Leipzig. Das Verhältnis von Hundehaltern und denen, die lieber ohne Haustier leben, ist in Leipzig durchaus speziell: Nichteinhaltung des Leinenzwangs oder Hundekot auf den Gehwegen sorgen immer für Aufregung. Auch zu kleine Wohnungen und die Frage „Wohin mit dem Tier im Urlaub“ zählt die Stadtverwaltung zu den Problemfeldern. Ordnungsbürgermeister Heiko Rosenthal lud am Donnerstag zum Gespräch mit den Bürgern.

Mehr als 17.000 Hunde sind in Leipzig gemeldet

„Die tägliche Praxis zeigt, dass viele Hundebesitzerinnen und –besitzer Unterstützung beim Umgang mit ihren Tieren benötigen“, sagte Bürgermeister Rosenthal. Dabei gehe es nicht nur um die Einhaltung der Polizeiverordnung. Doch auch hier besteht offensichtlich Aufklärungsbedarf: Im ersten Halbjahr 2012 listete die Stadt 188 Verstöße gegen den Leinenzwang auf. 17.780 Hunde sind in Leipzig angemeldet, das brachte der Stadt im Jahr 2011 rund 1,4 Millionen Euro Steuern ein.

Als Brennpunkte für größere Kontrollaktionen nennt Rosenthal den Volkspark Kleinzschocher, den Arthur-Bretschneider-Park oder den Mariannenpark. Dort sind immer wieder die 45 Mitarbeiter des Ordnungsdienstes der Stadt konzentriert unterwegs. In den Grünflächen der City werde ohnehin fortlaufend kontrolliert. Auf 47 ausgewiesenen Flächen in der Stadt können Halter ihre Vierbeiner frei laufen lassen. "Dort gibt es auch immer jeweils zwei Papierkörbe, damit die Halter die Hinterlassenschaft der Tiere entsorgen können."

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Durch die Rückmeldung aus Tierheimen oder aus Kontrollen stelle die Stadt immer wieder auch Probleme bei der artgerechten Haltung und Erziehung fest. Werden die Tiere in zu kleinen Wohnungen, Käfigen oder Zwingern gehalten, gebe es außerdem wieder Auswirkungen auf die Nachbarn: Andauerndes Hundebellen führe zu Beschwerden wegen Lärmbelästigung. "In Leizig gibt es ein breites Angebot an Hundeschulen, wo sich die Halter Rat holen können", empfiehlt Heiko Rosenthal.

Die Infoveranstaltungen sollen laut Verwaltung die Verständigung zwischen allen Bewohnern und Gewerbetreibenden vor Ort stärken. Sie finden künftig an verschiedenen Orten im Stadtgebiet statt.

Evelyn ter Vehn

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