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Lokales Leipzig will das Parken beim Carsharing vereinfachen
Leipzig Lokales Leipzig will das Parken beim Carsharing vereinfachen
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18:39 27.02.2018
Mit „Cityflitzer " startete Anfang Februar 2018 Leipzigs erstes Freefloating-Angebot beim Autoteilen. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Leipzig liegt mit seiner Ausweitung des Carsharing-Angebots im deutschlandweiten Trend. Wie der Bundesverband Carsharing in Berlin mitteilt, hat die Zahl der Nutzer 2018 erstmals die Zwei-Millionen-Marke überschritten. Das sind rund 23 Prozent mehr Fahrberechtigte als im Vorjahr. In Leipzig sind laut Anbieter „Teilauto“ derzeit rund 12.300 Nutzer registriert.

Und das Angebot in der Messestadt wächst. „Teilauto“ hat seine Flotte von rund 300 stationsbasierten Fahrzeugen um einhundert Fahrzeuge für das sogenannte „Freefloating“ aufgestockt. Die Kleinstwagen können unabhängig von Stationen über eine App spontan gemietet und auf öffentlichen, kostenfreien Parkplätzen wieder abgestellt werden.

Einfacher parken

Unabhängig davon will die Stadt Leipzig das Freefloating mit einem Pilotprojekt voranbringen. Interessierte Carsharing-Anbieter können Ausnahmegenehmigungen für bewirtschaftete Parkplätze erwerben. Für die Nutzer wird das Parken damit einfacher: Sie müssen auch auf kostenpflichtigen Plätzen kein Ticket lösen. Wo das möglich sein wird, will die Kommune bestimmen.

Anbieter müssen dafür der Kommune eine Jahresgebühr von rund 600 Euro pro Fahrzeug zahlen, so das Verkehrs- und Tiefbauamt weiter. Elektrofahrzeuge werden von der Parkgebühr befreit, müssen aber eine Verwaltungsgebühr zahlen.

Bis zu 750 Genehmigungen

„Teilauto“ hatte gegenüber LVZ.de Interesse an dem Projekt bestätigt. Drei Anbieter aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands haben sich bisher beworben, so das Verkehrs- und Tiefbauamt auf Nachfrage. Bis Ende März sollen die Angebote geprüft und gegebenenfalls Verträge ausgehandelt werden.

Innerhalb von fünf Jahren kann die Stadt laut Pilotprojekt 750 Ausnahmegenehmigungen fürs Freefloating vergeben. Jeder Anbieter kann maximal 250 Fahrzeuge anmelden.

Laut Bundesverband Carsharing ist der Markt des Autoteilens immer noch klein. „Aber die Zuwachsraten zeigen, dass wir die Nische verlassen“, so Verbandsgeschäftsführer Gunnar Nehrke. Mit Angeboten in 677 Kommunen sind 80 im Vergleich zum Vorjahr dazugekommen.

Von Evelyn ter Vehn

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