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Lokales Leipzig will sich als Wagnerzentrum in Mitteldeutschland etablieren
Leipzig Lokales Leipzig will sich als Wagnerzentrum in Mitteldeutschland etablieren
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05:00 26.03.2016
Leipzig will sich als Wagner-Zentrum Mitteldeutschlands etablieren. Hier das Wagner-Denkmal von Balkenhol im Promenadenring. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Leipzig will das mitteldeutsche Wagner-Zentrum werden. „Die erste Lebenshälfte Richard Wagners ist eng mit 19 Orten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verknüpft“, erklärt Thomas Krakow, der Vorsitzende des Richard-Wagner-Verbandes Leipzig. Bevor das spätere Musikgenie Bayreuth und die Welt mit seiner Musik eroberte, hinterließ Wagner in den heutigen drei Bundesländern vielfältige Spuren und wurde vor allem in seiner Geburtsstadt Leipzig ausgebildet und geprägt. „Das wird seit dem Wagnerjahr 2013 auch im Ausland viel besser wahrgenommen, vor allem in Japan, Australien, Frankreich, Belgien und den USA“, sagt Krakow. Dorthin gebe es vielfältige Kontakte. Zudem besteht oft der Wunsch, zu Aufführungen der Leipziger Oper wie dem „Ring der Nibelungen“ zu kommen. Darauf stellt sich Opernintendant Ulf Schirmer ein, dessen Haus diesen an vier aufeinanderfolgenden Tagen spielt. Krakow: „Das ist deutschlandweit einmalig.“ Wagner-Aufführungen, die Musikfreunde weltweit interessieren, werde es in Leipzig auch künftig geben. Auch die Richard-Wagner-Festwoche im Mai sei bereits gut gebucht.

An diese Aufführungen wollen Krakow und seine Mitstreiter mit einem Kulturprojekt anknüpfen. Die Idee: Unter einheitlicher Dachmarke ist ein Flyer-System entstanden, das an den einzelnen 19 Wagnerorten die jeweiligen anderen Mitglieder des Netzwerkes bewirbt. Von Altenburg über Weimar und Meiningen (Thüringen) über Weißenfels, Ermlitz und Dessau (Sachsen-Anhalt) bis hin zu Graupa, Chemnitz und Müglenz/Thammenhain (Sachsen) gibt es vielfältige Spuren des Komponisten in Orten, an denen zum Teil auch seine Musik regelmäßig aufgeführt wird. „Sie haben aber viel mehr zu bieten. Ein Besuch wegen Wagner lohnt, soll aber auch dazu verführen, Unbekanntes, Interessantes und Reizvolles in den drei Bundesländern zu entdecken“, so Krakow. Als Bonus für die komplette Flyer-Box, die unter anderem in der Leipziger Tourist-Information für fünf Euro erhältlich ist, gibt es noch einen Flyer zu den Nietzsche-Orten in Mitteldeutschland. Die einzelnen Flyer sind in den Orten aber kostenlos zu haben.

Das Projekt mit Leipzig im Zentrum soll ein Beitrag zur Metropolregion ­Mitteldeutschland werden. Die Flyer gibt es derzeit in Deutsch, eine englische Variante folgt. Ziel sei es, in Zukunft einen koordinierten Veranstaltungspool der Theater, Museen und Wagner-Verbände der Region zu schaffen, um Interessierten einen einfacheren Zugriff zu ermöglichen. Die Stiftung hat sich ebenfalls vorgenommen, die Wagner-Aus­stellung in der Alten Nikolaischule in Leipzig bekannter zu machen. Eine Idee ist auch, den Wagner-Hain durch gärtnerische Gestaltung mehr in den Fokus zu rücken.

„Richard ist Leipziger …“ – daran hat der Leipziger Richard-Wagner-Verband, der den weltbekannten Komponisten erfolgreich ins Bewusstsein seiner Geburtsstadt holt(e), nie einen Zweifel gelassen. Im Text-Bild-Band „Richard Wagner in Mitteldeutschland“ haben Ursula Oehme und Krakow dies aufgearbeitet. Über ein Mitteldeutsches Richard-Wagner-Zentrum, angedockt bei Stiftung sowie Verband in Leipzig, soll dies bekannter werden.

„Wer Ostern noch nichts vor hat, kann sich auf die Spuren Wagners begeben“, empfiehlt Krakow, der Initiator des Projektes. Dabei hat er vielfältige Tipps parat. Wer Lust hat, kann sich das Herrenhaus Ermlitz mit Park anschauen. Auf dem heutigen Kulturgut weilte Wagner oft bei seinem Schulfreund Apel. Nicht weit ist es in die Kirchen Müglenz und Tammenhain, gerade im Wurzener Land stößt man auf vielfältige Spuren der Wagner-Familie. Altenburg ist eine ehemalige herzögliche Residenz, über die Wagner 1849 als gesuchter Revolutionär nach Weimar floh.

Von Mathias Orbeck

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