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Lokales Leipziger Abfallwegweiser hat ausgedient - "Kosten von 100.000 Euro nicht mehr vertretbar"
Leipzig Lokales Leipziger Abfallwegweiser hat ausgedient - "Kosten von 100.000 Euro nicht mehr vertretbar"
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01:00 06.01.2014
Der Abfallwegweiser von 2013 war der letzte, sein Erscheinen wurde eingestellt. Quelle: Wolfgang Zeyen

Seit 2006 wurde er um den Jahreswechsel herum allen Leipziger Haushalten zugestellt. Doch die Ausgabe von 2013 war die letzte.

"Die Kosten von 100.000 Euro waren einfach nicht mehr vertretbar", erläutert Ute Brückner, Sprecherin der Stadtreinigung. Zehn Tonnen Papier wurden dafür jedes Jahr bedruckt, 327.000 Haushalte beliefert - mit dem Ergebnis, dass viele Abfallwegweiser schon bald selbst im Abfall landeten. Zwei Dinge in dem Heftchen waren das eigentlich Wichtige: die Berechtigungskarte, die man auf Anfrage vorzeigen musste, um etwas auf einem Leipziger Wertstoffhof entsorgen zu können. Und die Bons, die es für Sperrmüll und Grünschnitt, zuletzt nur noch für Sperrmüll gab. Mit den Bons konnten Leipziger Bürger gewisse Mengen kostenlos abgeben, die sie über die Abfallgebühr schon bezahlt hatten.

Beides ist nun anders geregelt. "Wer die Berechtigungskarte noch von 2013 besitzt, kann sie auch weiterhin benutzen. Ansonsten wird auch das Personaldokument akzeptiert", so Brückner. Mit den stichpunktartigen Kontrollen soll verhindert werden, dass Menschen aus dem Umland ihren Müll in Leipzig entsorgen, ohne dafür zu bezahlen.

Wer Gartenabfälle loswerden will, muss schon seit 2013 vom ersten Gramm an mit Wertmarken bezahlen. Die gibt es unter anderem in den Bürgerämtern zu kaufen. Sperrmüll hingegen kann gänzlich ohne Marken entsorgt werden: Bis zu einem Kubikmeter werden den Bürgern pro Anlieferung auf den Wertstoffhöfen abgenommen.

Im Jahr 2012 trennten sich die Leipziger von knapp 13.000 Tonnen Gartenabfällen und knapp 20.000 Tonnen Sperrmüll. Die Zahlen für 2013 liegen noch nicht vor, dürften aber ähnlich sein. Dafür können sie derzeit 19 Wertstoffhöfe nutzen. Der Trend geht allerdings in Richtung "Weniger ist mehr", sprich eine geringere Anzahl von komfortableren Plätzen. "Es gibt sehr kleine Wertstoffhöfe, die es nicht erlauben, die rechtlich vorgeschriebene Trennung zum Beispiel bei Altholz zu gewährleisten", erläutert Ute Brückner. Ein Wertstoffhof, der allen Anforderungen gerecht wird, sollte mindestens 1000 Quadratmeter groß sein. Ein neues Wertstoffhof-Konzept ist daher in Arbeit, muss aber erst in den Stadtrat.

www.stadtreinigung-leipzig.de / Bürgertelefon Abfall: (0341) 657 1111

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.01.2014

Kerstin Decker

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