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Lokales Leipziger Aktionstag „Sicherer Schulweg“: Groß und Klein testet sein Verkehrswissen
Leipzig Lokales Leipziger Aktionstag „Sicherer Schulweg“: Groß und Klein testet sein Verkehrswissen
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14:01 19.08.2011
LVZ-Schulwegaktion auf dem Augustusplatz. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Auf dem Augustusplatz tummelte es am Freitag nur so von Sprösslingen: Vorschulkinder und Grundschüler haben beim 20. Aktionstag „Sicherer Schulweg“ spielerisch das Verkehrs-ABC gelernt.

„114 Kinder unter 14 Jahren sind vergangenes Jahr im Straßenverkehr verunglückt – das waren 114 zuviel“, betonte Jung. Für ihn sei der Tag besonders wichtig gewesen. „Wir möchten gern, dass euch nichts passiert“, so der Oberbürgermeister. „Und ich bin froh, dass seit vielen Jahren kein Kinde mehr tödlich verunglückt ist.“ Dazu beigetragen hätten auch die Veranstalter des Aktionstages mit der Stadt, der Messestadt-Verkehrswacht und der Leipziger Volkszeitung (LVZ).

Für die ABC-Schützen beginnt von Montag an der Schulunterricht. „Nach viel Spaß beginnt dann der kleine Ernst des Lebens“, sagte LVZ-Chefredakteur Bernd Hilder den kleinen Zuhörern und wünschte ihnen dafür viel Glück. „Schule bedeutet nicht nur lernen, sondern auch viele neue Freunde und Spaß“, so Hilder. Und die vielen Süßigkeiten in der Zuckertüte zum Schulanfang, der am Sonnabend ist, seien ausnahmsweise erlaubt. „Das gehört einfach dazu“, meinte der Chefredakteur der LVZ.

Leipzig. Bei Rot bleib ich steh'n – bei Grün darf ich geh'n: Diese Verkehrsweisheit können schon viele Steppkes mit Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) auswendig aufsagen. Auf dem Augustusplatz tummelte es am Freitag nur so von Sprösslingen: Vorschulkinder und Grundschüler haben beim 20. Aktionstag „Sicherer Schulweg“ spielerisch das Verkehrs-ABC gelernt.
Für Spiel und Spaß sorgten die 31 Stände der Aktionspartner. Ein Fahrradparcours, Drehräder und Memoryspiele, wo die Verkehrszeichen erraten wurden oder große Tafeln mit Bildern, wo herausgefunden werden musste, wie sich Kinder im Straßenverkehr zu verhalten haben. Dazwischen standen ein Krankenwagen sowie Einsatzfahrzeuge der Feuerwehr und Polizei. „Diese Aktion ist sehr wichtig für die Kinder und muss unbedingt fortgeführt werden“, forderte das Stadtoberhaupt und bedankte sich bei denen, die die Aktion unterstützen. Er erinnerte sich noch an seinen Schulweg: „Ich habe 14 Tage vor Beginn an der Hand meiner Mutter den Schulweg geübt, weil der so gefährlich war“, blickte der SPD-Politiker, der mit 63 weiteren Kindern in einer Klasse war, zurück.

Dabei seien auch die Eltern gefragt. „Ihr Kinder müsst euren Eltern sagen: Achtung, die Schule hat begonnen“, erklärte Jung den Steppkes. Hilder machte die Schulneulinge darauf aufmerksam: „Seid vorsichtig, wenn ihr das Schulgelände verlasst. Im Straßenverkehr gibt es Auto-, Radfahrer und die Straßenbahn.“ Dazu gab er ihnen auch mit auf dem Weg, „anderen zu helfen und ihnen auch noch mal erklären, was er falsch gemacht hat“.

Hilder bedankte sich ebenso bei dem Mann, der jedes Jahr alle Stränge in der Hand hält, Rolf Michael vom Verein Messestadt Verkehrswacht Leipzig. Er betonte: „Ohne ihn wäre sie Schulsicherheit hier nicht so gut.“

Neben Riesenrutschen, einer Straßenbahnhüpfburg und den zahlreichen Maskottchen wie der Schlingel oder das Messemännchen, war der kurze Besuch des Hubschraubers der Publikumsmagnet. Gerade legte Schulanfänger Julian einem Teddy beim Notarztwagen einen Verband an, so zog er seinen Papa Ralf Finke auf den Platz vor der Oper, um den gelben ADAC-Helikopter zu bestaunen.

Auch die rund 60 Kinder der Bip-Kreativtageskinderstätte staunten, als das große Geschoss zur Landung ansetzte. „Wir sind hier das erste Mal dabei. Die Kinder kommen erst nächstes Jahr in die Schule, aber wir beginnen schon jetzt damit“, sagte Betreuerin Birgit Hertzsch. „Schon bei Wandertagen üben wir, wie sie sich im Straßenverkehr zu verhalten haben.“

Über die Aktion in der Zeitung gelesen hatte Kerstin Moschinski. „Das ist für alle drei Kinder sehr interessant und hilfreich“, war sich die in Stuttgart lebende Mutter sicher. „Wir haben für einen sicheren Schulweg extra die Schule gewechselt“, berichtete sie. An einer flachen Rollbahn, auf der man in einem Kasten herunterfuhr, hatte sich die Familie Wollny angestellt. „Vorher waren wir beim Polizeistand“, sagte Angelika Wollny, die mit ihrer Tochter und ihren zwei Enkeln vorbeischaute. „Alle Betreuer der Aktion machen das wirklich ganz wunderbar“, lobte die Frau die Aktionspartner.

Annett Böhm

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