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Lokales Leipziger Alpinist Rieck will auf den göttlichen Riesen in Indien
Leipzig Lokales Leipziger Alpinist Rieck will auf den göttlichen Riesen in Indien
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00:22 08.09.2017
Sie sitzen auf gepackten Tonnen mit Ausrüstung und starten am Sonnabend nach Indien. Expeditionsleiter Olaf Rieck (Mitte), Jacob Andreas (links) und Sven Kortmann wollen den 6543 Meter hohen Shivling besteigen. Quelle: Olaf Rieck
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Traumberge nennt er sie und nimmt weite Wege in Kauf, um sie zu erobern oder es zumindest zu versuchen. Beim Ama Dablam im Himalaya oder dem Alpamayo und Artesonraju in den Anden konnte sich Rieck bis ganz nach oben vorarbeiten, bei den in Südamerika gelegenen Fitz Roy und Monte Sarmiento fehl. Schlechtwetter führte zum Abbruch. Am Shivling hoffen Rieck und seine Mitstreiter Jacob Andreas aus Sachsen-Anhalt und Sven Kortmann aus Nordrhein-Westfalen (beide 27) auf stabil gute meteorologische Bedingungen. „Der Monsun hat dort in diesem Jahr kräftig zugeschlagen und sich nun wahrscheinlich ausgetobt.“ Am Samstag checkt das Trio am Flughafen in Schkeuditz ein, düst nach Istanbul und von dort nach Neu Delhi. Anschließend geht es per Bus und Jeep weiter, die letzte Etappe wird per pedes über einen Pilgerpfad absolviert. Am Berg, wo der größte Zufluss des Ganges-Stromes entspringt, liegt das Base-Camp auf etwa 4500 Metern über dem Meeresspiegel. Nach ausgiebiger Akklimatisierung soll der Koloss über die Westflanke angegangen werden. „Wir haben direkt vor Ort insgesamt 22 Tage für das Unternehmen Zeit, können also notfalls auch einen Schlechtwettereinbruch aussitzen“, meint Rieck. Auf einen Ritt ist der Gipfelsturm aber nicht zu machen.

Der Plan sieht die Einrichtung von zwei vorgeschobenen Hochlagern vor. Weil die Seilschaft den Berg erst vom Basislager aus umgehen muss, um an den eigentliche Routeneinstig zu gelangen, soll dort das erste Lager mit Zelt, Vorräten und Ausrüstung angelegt werden. Das zweite kommt ans Ende des Westgrates, über dem sich eine bedrohliche Kulisse aufbaut. Dort ragt eine rund 100 Meter hohe Eiswand teils überhängend auf. Als Serak werden solche gefährlichen Gletscherformationen bezeichnet. „Das ist die größte Hürde, die wir nehmen müssen“, erklärt Rieck. Von dem in etwa 6000 Metern installierten Lager zwei wollen die Alpinisten binnen eines Tages hinauf zum Gipfel und wieder zurück. Rieck: „Wie wir dort genau agieren, hängt von den Gegebenheiten ab. Das wird eine Ermessensfrage.“ Für den 21. Oktober ist der Rückflug von Delhi gebucht, Unterstützer der Expedition können sich in die laufende Grußpostkarten-Aktion einklinken.

Von Mario Beck

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