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Lokales Leipziger Auwald: Schon wieder Ärger um Floßgraben
Leipzig Lokales Leipziger Auwald: Schon wieder Ärger um Floßgraben
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07:00 25.04.2016
Der Wanderweg nahe der Weißen Brücke verläuft direkt neben dem Floßgraben und ist trotz eines von der Stadt zum Schutz des Eisvogels verhängten Betretungsverbots einer 20-Meter-Zone vom Ufer nicht gesperrt. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Naturschützer werfen der Umweltbehörde im Rathaus vor, gegen die von ihr selbst erlassene Verfügung zum Schutz des Eisvogels im Auwald zu verstoßen. „Die Stadt hat in ihrer Allgemeinverfügung klar definiert, dass das Betreten der Uferbereiche des Floßgrabens innerhalb eines 20-Meter-Bereichs verboten ist“, sagt der Vorsitzende des Vereins Naturschutz und Kunst Leipziger Auwald (Nukla), Wolfgang Stoiber.

Stein des Anstoßes: Wanderwege entlang des Floßgrabens nahe der Weißen Brücke. In dem bei Spaziergängern, Joggern und Radfahrer beliebten Auwaldstück unweit der Wildparkgaststätte verlaufen die Wege zum Teil nur fünf Meter vom Floßgrabenufer entfernt. Für den Nukla-Chef ist die Sache eindeutig. „Die Stadt muss ihre Verfügung durchsetzen und die betreffenden Wege im Auwald sperren“, fordert Stoiber.

Die Allgemeinverfügung zum Schutz des Eisvogels im Floßgraben vom 30. Januar sehe – wie in den Vorjahren – in der Tat das Verbot des Betretens eines 20 Meter breiten beidseitigen Uferstreifens vor, räumt die Umweltbehörde auf LVZ-Anfrage ein und hebt hervor, dass das Betreten der Brücken davon ausdrücklich unberührt bleibe. Die beiden unmittelbar entlang des Floßgrabens verlaufenden Pfade zwischen Weißer Brücke und Floßgrabenmündung seien durch Schilder und Äste gesperrt, sodass Störungen durch Spaziergänger oder Mountainbiker unterblieben. „Hier wird auch regelmäßig kontrolliert“, erklärt  Angelika von Fritsch, Leiterin des Amtes für Umweltschutz. Sie räumt ein, dass sich der Hauptweg zwischen Weißer Brücke und Floßgrabenmündung streng genommen in dem vom Betretungsverbot umfassten 20-Meter-Streifen befinde. „Zwischen diesem Hauptweg und dem Floßgraben stockt jedoch dichter Wald, sodass naturgemäß eine visuelle Abschirmung gegeben ist und Störungen durch Radfahrer und Spaziergänger usw. hier nicht relevant sind“, sagt Fritsch. Daher sei auf eine Sperrung verzichtet worden. Eine Schließung des Weges sei „nicht zielführend und für den Schutz des Eisvogels nicht erforderlich“. Ein expliziter Ausschluss des Hauptweges vom Geltungsbereich der Allgemeinverfügung hätte zur „weiteren Verkomplizierung des Textes“ geführt, erklärt die Amtsleiterin.

Klaus Staeubert

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