Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Leipziger CDU vor Kraftprobe: Kreisparteitag wählt neuen Vorstand
Leipzig Lokales Leipziger CDU vor Kraftprobe: Kreisparteitag wählt neuen Vorstand
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:10 19.05.2015
Wie geht es weiter in Leipzigs CDU?

Ob er der einzige bleibt, ist offen. In der Partei hatte es seit der verlorenen OBM-Wahl heftig gekracht.

Es ist ein Wagnis, heißt es intern. Denn Clemen muss sich im kommenden Jahr um die erneute Nominierung für den sächsischen Landtag bewerben. Dennoch tritt er an, um seine Partei wieder "zu einer schlagkräftigen Gruppe zu formen". Die ist derzeit in zwei Lager aufgespalten, die vor und nach der verlorenen OBM-Wahl im Januar alles andere als an einem Strang ziehen. So gibt es eine Gruppe um Volker Lux, den Chef der Kommunalpolitischen Vereinigung, und den Bundestagsabgeordneten Thomas Feist, die "einen modernen Konservatismus", wie sie es nennen, bevorzugt. Ihnen gegenüber steht mit Parteisprecher Andreas Nowak, dem ehemaligen Fraktionschef Alexander Achminow, der Bundestagsabgeordneten Bettina Kudla sowie Schatzmeisterin Cornelia Blattner eine weitere Gruppierung, die die Politik "einer breit aufgestellten Volkspartei" fortsetzen möchte.

Clemen will den Riss kitten. Ob er der einzige bleibt, der für den Vorsitz kandidiert, wird sich am Sonnabend ab 9 Uhr im Ramada-Hotel zeigen. Denn die CDU ist immer für eine Überraschung gut. Feist und Lux winken nach LVZ-Informationen aber ab, auch Nowak will nicht wieder für den Kreisvorstand kandidieren.

Eine Art "Kandidaten-Casting" hat es bereits vergangenen Freitag gegeben. Nach Berichten Beteiligter soll es recht friedlich verlaufen sein. Als Stellvertreter wollen dem Vernehmen nach Kathrin Hartung vom Ortsverband Süd, der Landtagsabgeordnete Rolf Seidel, Schatzmeisterin Cornelia Blattner sowie die Stadträte Konrad Riedel und Gerd Heinrich ihren Hut in den Ring werfen. Feist will zumindest Beisitzer werden, hieß es. "Ich hoffe, wir haben einen konstruktiven Parteitag. Wir haben viele Aufgaben vor uns, wollen uns nicht weiter selbst demontieren", so Seidel.

Dass Clemen neuer Kreisvorsitzender wird, gilt als ziemlich sicher. Erwartet wird allerdings, dass Lux und Feist ihren Einfluss nutzen, um Clemen seine Grenzen im Kreisverband aufzuzeigen - zum Beispiel mit einem relativ geringem Wahlergebnis.

Eine Kraftprobe wird auch bei der Besetzung der 14 anderen Vorstandsposten erwartet. Es sei damit zu rechnen, dass Feist und Lux dort ihre Mannschaft positionieren wollen, heißt es. Clemen wäre dann ein schwacher Vorsitzender, dem seine Vorstandskollegen diktieren könnten, was er zu machen hat.

Entscheidend wird sein, wie viele Mitstreiter die beiden Lager dazu bewegen können, beim Kreisparteitag zu erscheinen. Denn dort ist jedes Mitglied stimmberechtigt - damit entscheidet bei der Besetzung der Vorstandsposten, welches Lager am Sonnabend am stärksten vertreten ist.

Zu hören ist, dass eine ungewöhnlich starke Welle von Parteieintritten eingesetzt hat. Auf der Kreisvorstandssitzung im April sollen 35 neue Mitglieder aufgenommen worden sein - nicht alle sollen dem Feist-Lager zuzuordnen sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 03.05.2013

Orbeck, Matthias;Tappert, Andr

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Dunkel, stinkend und voller Ratten - eine Vorstellung von Abwasserkanälen hat jeder. Doch nur wenige bekommen das weit verzweigte, unterirdische Netz je zu sehen.

02.05.2013

Christian Braun (59), mittelständischer Unternehmer aus Pomßen bei Leipzig, lebt seit zehn Jahren sein zweites und sehr bewusstes Leben. Damals musste er sich in der Leipziger José-Carreras-Klinik einer Stammzellen-Transplantation unterziehen.

02.05.2013

Der bisherige Bundestags-Direktkandidat der Piratenpartei in Leipzig, Thomas Walter, steht für seine Partei als Kandidat nicht mehr zur Verfügung. Interne Intrigen hätten, so Walter, einen sinnvollen, Erfolg versprechenden und vor allem bürgernahen Wahlkampf unmöglich gemacht.

02.05.2013
Anzeige