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Lokales Leipziger City-Tunnel öffnet Freitag und Samstag für Besucher
Leipzig Lokales Leipziger City-Tunnel öffnet Freitag und Samstag für Besucher
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09:56 18.09.2009

„Gehbehinderte Menschen oder Kinder unter einem Meter können wir leider nicht nach unten lassen“, sagt Jörg Puchmüller vom sächsischen Wirtschaftsministerium. Unten – das sei schließlich 20 Meter tiefer als die Erdoberfläche am Bayerischen Bahnhof. Unterwegs gebe es kleine Stolperfallen. Und nicht zuletzt führt der Weg dann 600 Meter durch den Tunnel, mitten durch das künftige Gleisbett, bevor die Besucher wieder im Freien stehen.

[gallery:700-NR_LVZ_GALLERY_26]Dennoch rechnen die Bauherren mit mindestens 10 000 Neugierigen. Heute von 13 bis 20 Uhr sowie morgen von 9 bis 20 Uhr wird nun schon zum dritten Mal ein Stück des Mega-Projektes der Öffentlichkeit präsentiert. „Bei freiem Eintritt können sich die Leipziger selbst ein Bild machen. Wir glauben nicht, dass es lange Wartezeiten gibt. Festes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind aber unbedingt notwendig.“ Der Einlass aufs Gelände erfolgt über eine Öffnung im Bauzaun an der Straße des 18. Oktober. Von hier aus gelangen die Gäste auf einen großen Platz mit einem Zelt. Darin muss eine Haftungsausschlusserklärung unterschrieben werden – erst dann kann die Erkundungstour beginnen.

Kostenexplosion hin, Bauverzug her: Wer die 84 Stufen nach unten geschafft hat, wird sich schon auf den Tag freuen, wenn die ersten Züge durch Leipzigs U-Bahn rauschen. Von einer breiten Betontreppe aus, die nach der Tunnel-Fertigstellung als Fluchtweg dienen wird, bietet sich bereits ein toller Ausblick auf die gewaltige Station, entworfen durch den Dresdner Architekten Peter Kulka. „Zwar fehlen noch die Rolltreppen, Fahrstühle und Fassaden einiger Wände“, sagt Andreas Irngartinger vom Projektsteuerer Deges. „Die Besucher können aber bereits jetzt ein Gefühl für die künftige Station bekommen – zumal die großen Wandflächen aus Sichtbeton so bleiben.“

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Auf dem Bahnsteig ziehen die beiden Röhren am Nordende der Station die Blicke auf sich. „Hier hatte Bohrmaschine Leonie angefangen zu graben“, erinnert Irngartinger. Beeindruckend ist auch das System der Haupttreppen, die mehrfach abgestuft den Raum zerteilen. „Auf einem vorgeschriebenen Weg laufen die Besucher danach durch den Tunnelabschnitt, der in offener Bauweise errichtet wurde“, so Puchmüller. „Etliche Mitarbeiter stehen bereit, um unterwegs Fragen zu beantworten.“ Der 600 Meter lange Weg führt vorbei an gewaltigen Säulen und ist beleuchtet. In Höhe des Fußwegs zwischen Kohlenstraße und Straße des 18. Oktober tauchen die Gäste wieder im Freien auf. Puchmüller: „Von dort aus ist schon gut die neue Brücke an der Semmelweisstraße zu sehen.“

Jens Rometsch

Von Jens Rometsch

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