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Lokales Leipziger Clara-Zetkin-Park: Stadt will Fairness-Zonen einrichten
Leipzig Lokales Leipziger Clara-Zetkin-Park: Stadt will Fairness-Zonen einrichten
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23:59 14.12.2014
So könnte der Musikpavillon künftig aussehen: Eine Toilettenanlage ist integriert, auf dem Dach können ebenfalls Gäste sitzen. Quelle: HTWK

Lediglich auf den beliebten Kulturbetrieb müssen die Gäste derzeit verzichten.

"Die Leute erwarten, dass wir offen haben. Der Andrang ist groß. Deshalb müssen wir uns Gedanken machen, wie wir das Areal künftig entwickeln", sagt Wiedenmann, der es seit 2007/08 per Erbbaupacht von der Stadt übernommen und kräftig investiert hat.

Architekturstudenten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) haben sich nun Gedanken gemacht, wie sich der Betrieb rund um den Musikpavillon entwickeln kann und unter Leitung ihres Professors Henning Rambow praxisnahe Entwürfe geliefert. Dabei wurde auch untersucht, wie die geplante öffentliche Toilettenanlage integriert werden kann.

Wie berichtet, stehen die Leute bei hochsommerlichen Temperaturen vor der Toilette Schlange, weil sie lediglich in den Lokalen ihr Bedürfnis befriedigen können. "Sie unterirdisch zu bauen, hat aber wenig Sinn", sagt Rambow. Dies sei aufgrund des Hochwasserschutzes kritisch und auch für die Leute unschön. Hinzu kommt: Die Hygiene möchte, dass der Wirtschaftshof überdacht wird.

Studenten haben nun verschiedene Lösungen vorgelegt. Einer wird von Wiedenmann favorisiert: Ans Gebäude kommt ein WC-Block mit einem Treppenaufgang zum Dach, das dann im Sommer ebenfalls als Freisitz genutzt werden kann. In den Wintermonaten sollen die Planungen nun verfeinert und Bauanträge bei der Stadt eingereicht werden, um möglichst nach der Sommersaison 2015 mit dem Bau (geschätzte Kosten: annähernd eine Million Euro) beginnen zu können.

Zu den überarbeiteten Plänen, die er noch nicht kennt, kann sich Umweltbürgermeister Heiko Rosenthal (Linke) nicht äußern: "Wenn es einen privaten Investor gibt, der Investitionen tätigen will, können wir das nur unterstützen", sagt er.

Beim Park handle es sich aber um einen sensiblen Bereich. Deshalb habe die Stadt das Entwicklungskonzept für Clara-Zetkin- und Johannapark mit breiter Bürgerbeteiligung diskutiert. Die Ergebnisse werden derzeit ausgewertet, der neue Stadtrat soll im ersten Halbjahr 2015 über das Konzept befinden.

"Es hat sich gezeigt, dass die meisten Leipziger mit ihrem Park zufrieden sind", so der Bürgermeister. Punktuell müsse man aber nachjustieren. Das betrifft beispielsweise eine wahrnehmbare Lenkung des Radverkehrs - etwa in sensiblen Bereichen durch kleine Bodenwellen wie am Spielplatz Johannapark. In der Anton-Bruckner-Allee, wo es häufig zu Kollisionen von Radlern, Skatern und Fußgängern kommt, schweben ihm Fairness-Zonen wie am Donaukanal Wien vor. Dort erinnern Markierungen auf dem Boden daran, aufeinander Rücksicht zu nehmen.

Notwendig ist eine bessere Anbindung des Parks durch den öffentlichen Nahverkehr' besonders im Bereich Karl-Tauchnitz-Straße. Deshalb wird eine Routenänderung der Buslinie 89 geprüft. 2015 plant die Stadt einige Investitionen im Park. Dazu gehören die Entschlammung des Inselteiches samt Reparatur der Terrasse, die Wiederherstellung des Staudengartens am Schachzentrum sowie Reparaturen am großen Kinderspielplatz.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.12.2014

Mathias Orbeck

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