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Lokales Leipziger Classic Open: Wichtiges Ereignis für die Stadt, aber nicht lukrativ für die Händler
Leipzig Lokales Leipziger Classic Open: Wichtiges Ereignis für die Stadt, aber nicht lukrativ für die Händler
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23:59 05.08.2013
Auch gestern Abend gab es ein Livekonzert auf den Classic Open. Die Leipziger Band The Scuttles spielte Musik der 80er-Jahre-Kultband Dire Straits und von Bandchef Mark Knopfler. Quelle: André Kempner

Tagsüber bleibt der Riesen-Freisitz meist dünn besetzt. Auch, weil noch nicht viel los ist.

Bedauernd schütteln die Kaufleute den Kopf: Nein, das zehntägige Musikfest verschaffe ihnen keine zusätzliche Kundschaft. Wer zur Musik geht, wolle seine Hände frei haben und keine Tüten mitschleppen, heißt es. Eher falle für die umliegenden Läden etwas ab bei so verkaufsorientierten Veranstaltungen wie den Leipziger Markttagen, dem Oster- oder Weihnachtsmarkt.

Ein anderer Aspekt: Bei den Classic Open brummt es besonders in den Abendstunden. Tagsüber bleibt der Riesen-Freisitz meist dünn besetzt. In diesem Jahr sicher wegen der Hitze. Aber auch, weil noch nicht viel los ist. Bis 15 oder 16 Uhr kann man etwas trinken und essen, dazu läuft Musik zum Hören. Ab dem Nachmittag werden Videos zum Hinschauen gespielt. Ab 20 Uhr oder noch später treten die Livebands auf - da schließen die Geschäfte aber bereits ihre Pforten.

"Gucken Sie mal in die Passagen, wo Straßenmusiker spielen. Dort bilden sich dichte Trauben. So ist es auch auf den Classic Open beim Soundcheck - die Leute bleiben stehen, hören zu, klatschen" , sagt Nicole Kohl (35) vom Teehaus Leipzig im Alten Rathaus. Aber das sei nur eine kurze Zeit ab 12 Uhr. Die Händlerin glaubt, mehr Livemusik würde mehr Dynamik bringen. Genug junge Musiker hätte die Musikstadt Leipzig zu bieten, zum Beispiel von der Musikschule. Die würden sich über eine Auftrittsmöglichkeit riesig freuen, auch ohne Gage.

"Alles, was den Markt belebt, ist für die Stadt Leipzig wichtig. Die Classic Open sind eine schöne Sache und werden vom Publikum mega angenommen. Aber zusätzliche Kaufkraft bringen sie nicht", bedauert auch Steffi Berlineanu (49), stellvertretende Filialleiterin vom Schuhhaus Leiser.

"Man muss realistisch sein, Veranstaltungen wie Classic Open, Stadtfest oder Balloon Fiesta werden vor allem von Gästen aus der Region besucht", schätzt Andreas Schmidt (46) von der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH ein. Busreisende hätten eher den Zoo, Belantis oder den Weihnachtsmarkt zum Ziel. Aber generell sei der Sommer in Leipzig ein Riesenthema geworden, das die Gäste begeistert. Und dazu tragen laut Schmidt auch die Classic Open bei.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.08.2013

Kerstin Decker

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