Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Lokales Leipziger Distillery schaut sich schon nach neuer Immobilie um
Leipzig Lokales Leipziger Distillery schaut sich schon nach neuer Immobilie um
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:01 12.02.2019
Clubchef Steffen Kache kämpft schon seit Jahren um die Zukunft der Distillery. Quelle: Dirk Knofe
Leipzig

Wie weiter mit der Distillery? Ostdeutschlands ältester Techno-Club in Leipzig hat auf Dauer keine Zukunft am angestammten Ort an der Kurt-Eisner-Straße. Hinter dem Bayrischen Bahnhof entsteht ein neues Wohngebiet und da passt die Distillery nicht mehr in die Nachbarschaft. Anders als beim So&So zeichnet sich in der Südvorstadt eine einvernehmliche Lösung ab.

Bereits mehrere Treffen

Grundstückseigentümer Stadtbau AG und Clubchef Steffen Kache haben sich bereits mehrfach getroffen. „Wir sind seit Anfang November in Gesprächen“, bestätigte Kache. Zunächst hat er für die nächsten vier Jahre Planungssicherheit. Die Distillery könne in jedem Fall bis 2022 auf seinem heutigen Gelände bleiben, versicherte Stadtbau-Vorstand Patrik Fahrenkamp. „Für die Zeit danach arbeiten wir an einer guten, gemeinsamen Lösung und sind sehr zuversichtlich, diese schon bald gemeinsam mit der Distillery der Öffentlichkeit vorstellen zu können“, sagte er weiter.

„Zentrum ginge gar nicht“

Wenn es nach Kache geht, dann bleibt er mit seinem Club weiter im Leipziger Süden. „Mehr möchte ich dazu aber noch nicht sagen“, so der Betreiber. Was gar nicht ginge, sei ein Umzug ins Stadtzentrum. Kache ist zunächst über die lange Planungszeit von vier Jahren froh. Der Pachtvertrag sei dafür angepasst worden, von einem unbefristeten in einen schwerer kündbaren Zeitkontrakt, der dann allerdings im Gegenzug auch auslaufe.

Kache sieht Probleme nicht erst durch das geplante Wohngebiet auf sich zukommen. „Wir werden schon jetzt von Wohnbebauung eingekreist“, sagt er. Für die Distillery bedeutet das immer höhere Anforderungen an den Lärmschutz.

Für die Distillery wäre ein Standortwechsel nicht der erste Umzug. Nach der Gründung des Clubs im Jahr 1992 in der Connewitzer Biedermannstraße mussten die Betreiber wegen fehlender Genehmigungen drei Jahre später an den heutigen Standort umziehen. Mit einem Ausbau des benachbarten früheren Bahngeländes würde sich das heute in einer Randlage befindliche Haus künftig mitten im Wohngebiet befinden.

Von Matthias Roth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Wegen illegal angebotener Unterkünfte will Paris Airbnb verklagen – auf eine Geldstrafe in Millionenhöhe. Auch in Leipzig sorgten im Internet angebotene Zimmer für Touristen zuletzt für Ärger. Jetzt soll Bewegung in die Sache kommen.

12.02.2019

An vielen Leipziger Schulen ist am Dienstag der Unterricht ganz oder teilweise ausgefallen. Eltern und Schüler äußern zum großen Teil Verständnis dafür, dass die Lehrer streiken.

12.02.2019

Um die gesundheitliche Lage von Straßen- und Streunerkatzen in Leipzig zu erforschen, bitten die Stadt und das Institut für Tierhygiene und Öffentliches Veterinärwesen um Mithilfe der Bürger. Tierfreunde, die sich privat um solche Katzen kümmern, werden gebeten, einen Fragebogen auszufüllen.

12.02.2019