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Lokales Leipziger FDP lehnt sozialen Wohnungsbau und Mietbremsen ab – „Rückkehr in DDR“
Leipzig Lokales Leipziger FDP lehnt sozialen Wohnungsbau und Mietbremsen ab – „Rückkehr in DDR“
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21:23 19.08.2013
In Leipzig stehen nach offiziellen Angaben aktuell rund 30.000 Wohnungen leer. Quelle: dpa
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Leipzig

In Leipzig ständen aktuell 30.000 Wohnungen in unterschiedlichen Lagen leer. Zudem habe die Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB) bereits 35.000 Wohnungen im Angebot, was etwa zehn Prozent des gesamten Leipziger Bestandes entspreche. Sollten nun staatliche Wohnbauprogramme aufgelegt werden, verschlechtere dies die Lage von Eigentümern und Vermietern in Leipzig. Für sie würden sich bereits im Moment angesichts der niedrigen Leipziger Durchschnittsmieten von rund fünf Euro pro Quadratmeter  Investitionen oder Sanierungen kaum lohnen.

René Hobusch (FDP) bei einer Wahlveranstaltung in Leipzig (Archivbild). Quelle: André Kempner

In seiner Mitteilung nimmt Hobusch, der im Aufsichtsrat der LWB sitzt, konkret Bezug auf Forderungen von Linken und Grünen im Leipziger Stadtparlament. Die Linken hatten unlängst eine stärkere Mietpreisbremse für Leipzig gefordert und davor gewarnt, dass ärmere Menschen aus bestimmten Stadtquartieren verdrängt werden. Grünen-Stadtrat Ingo Sasama hatte kürzlich öffentlich den Bau neuer Sozialwohnungen gefordert und der LWB, deren Aufsichtsrat er ebenfalls ist, dabei eine entscheidende Rolle zugesprochen. Seiner Ansicht nach sei in einzelnen Leipziger Stadtteilen die soziale Durchmischung gefährdet. Namentlich nannte er Schleußig, das Musik- oder das Waldstraßenviertel.

Hobusch kritisierte diese Vorschläge scharf: „Das, was von linker Seite gefordert wird, wird den Immobilienmarkt in Leipzig abwürgen. Er ist nach Jahren der Stagnation gerade dabei, für Investoren auch in schlechteren Lagen attraktiv zu werden“, so der FDP-Politiker. Der eigentliche Treiber der Mietkosten seien nicht die Kaltmieten, sondern die Nebenkosten, insbesondere Müllabfuhr, Energie und Wasser. Erhöhungen in diesen Bereichen würden von SPD, Grünen und Linken aber meist kritiklos hingenommen.

ala

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