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Lokales Leipziger Fahrradvermieter Nextbike will Elektro-Stationen im Stadtgebiet aufstellen
Leipzig Lokales Leipziger Fahrradvermieter Nextbike will Elektro-Stationen im Stadtgebiet aufstellen
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16:22 03.04.2012
Antje Fiolka-Eichler und Mareike Rauchhaus (v.l.) vor dem LVB Service Center in der Leipziger Innenstadt. Quelle: André Kempner
Leipzig

Rund zehn Standortwünsche für die neuen solarbetriebenen Terminals hat Nextbike an die Stadt herangetragen.

Denkbar ist, dass die Elektro-Stationen künftig etwa am Wilhelm-Leuschner-Platz sowie an Knotenpunkten in der Karl-Liebknecht-Straße und der Karl-Heine-Straße zu finden sind. Zwar ist dazu eine Sondernutzungsgenehmigung durch die Stadtverwaltung nötig. Nextbike rechnet allerdings damit, die Pläne zeitnah in die Tat umsetzen zu können. „Wir hoffen, dass wir im Spätjahr die ersten elektronischen Terminals aufstellen können“, so Rauchhaus. Gleichzeitig geht die Kooperation zwischen dem Fahrradvermieter und den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB) 2012 weiter und damit in die vierte Saison.

Bislang wickelt Nextbike sein Geschäft über eine einmalige Telefon- oder Online-Registrierung ab. Quasi sofort wird den Kunden eine SMS mit einer Zahlenkombination zugeschickt. Damit lässt sich das Schloss eine Rades öffnen – und in die Pedale treten. Abgerechnet wird 24 Stunden nach der jüngsten Anmietung per Bankeinzug. Die geplanten elektronischen Miet-Terminals sollen sich per Knopfdruck und Kundenkarte bedienen lassen und so das Procedere vereinfachen.

Bei Nextbike ist man zuversichtlich, dass die Unternehmenspläne bei den Behörden auf fruchtbaren Boden fallen. „Das bringt nicht nur Touristen, sondern auch die Leipziger selbst aufs Rad“, schätzt Mareike Rauchhaus – zumal die Stadt bis 2020 insgesamt 30 Millionen Euro investieren will, um die Infrastruktur für Fahrradfahrer zu verbessern. Dahinter steht das Vorhaben, den Anteil der Radfahrer am Verkehrsaufkommen in Leipzig nach und nach zu steigern.

Die Zusammenarbeit zwischen Nextbike und LVB könnte dazu beizutragen: Mit rund 44 000 vermieteten Fahrrädern im vergangenen Jahr ist die Nachfrage stabil, etwa ein Viertel davon wurde von Abo-Kunden der LVB genutzt. „Die Zahlen sprechen für sich“, sagte Antje Fiolka-Eichler, Leiterin des LVB-Kundenmanagements. Die Möglichkeit, dass LVB-Abonnenten eine Stunde pro Tag kostenlos mit den Nextbike-Rädern fahren können, werde sehr gut angenommen. Fiolka-Eichler steht dabei den Zukunftsplänen von Nextbike positiv gegenüber: „Die elektronischen Terminals sind auch für unsere Abonnenten eine Erleichterung.“

Über die Stadt verteilt finden sich derzeit 500 Fahrräder von Nextbike, die an mehr als 70 Plätzen – häufig in der Nähe von Straßenbahnhaltestellen – gemietet werden können. Für die reguläre Vermietung kassiert Nextbike einen Euro pro Stunde, acht Euro für einen ganzen Tag. Zudem hat das Unternehmen einen Radcard-Tarif eingeführt. Besitzer können damit um die Hälfte günstiger durch Leipzig radeln.

Registrierungen, um mit den Mieträdern fahren zu können, sind telefonisch unter 030/69205046 oder am Nextbike-Kundenschalter im LVB-Service-Center in der Petersstraße/Ecke Mark-grafenstrasse möglich.

Felix Kretz

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