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Lokales Leipziger Fans senden „Zeichen der Solidarität“ an russische LGBTI-Gemeinde
Leipzig Lokales Leipziger Fans senden „Zeichen der Solidarität“ an russische LGBTI-Gemeinde
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18:23 10.06.2018
Protestaktion von LGBTI-Fans vor dem russischen Konsulat in Leipzig. Quelle: André Kempner
Leipzig

Unter dem Motto „To Russia with love“, was umgangssprachlich mit „Liebesgrüße nach Russland“ übersetzt werden kann, haben sich am Sonntag rund ein Dutzend Fußballfans mit Regenbogenfahnen vor dem Generalkonsulat der Russischen Föderation in der Turmgutstraße in Gohlis versammelt. Vor der am Donnerstag beginnenden Fußball-Weltmeisterschaft wollten sie auf die Situation schwuler, lesbischer, bisexueller, Transgender- und intersexueller Menschen in Russland aufmerksam machen.

Fans von RB unter den Demonstranten

Die Teilnehmer der Veranstaltung waren Fans von RB Leipzig und anderen Vereinen. Sie unterstützten damit eine bundesweite Aktion von „Queer Football Fanclubs (QFF), einem Netzwerk von LGBTI-Fanclubs im Fußball. „LGBTI“ ist die mittlerweile auch im allgemeinen Sprachgebrauch gängige Eigenbezeichnung dieser Gemeinde. In Anlehnung an die englischen Abkürzungen steht sie für unterschiedliche Sexualitäten.

Über den Tellerrand schauen

Ronny Müller, der Sprecher der Fans vor dem russischen Konsulat, sagte: „Uns geht es darum, ein Zeichen der Solidarität nach Russland zu schicken, ohne jemandem den Spaß an der WM verderben zu wollen.“ Die Rechte von LGBTI-Personen seien in Russland nicht gefestigt, so Müller weiter.

Keine gefestigten Rechte für LGBTI

In einer Pressemitteilung machte QFF darauf aufmerksam, dass 2013 in Russland ein Gesetz verabschiedet wurde, das sogenannte „homosexuelle Propaganda“ unter Kindern und Jugendlichen zu einer Ordnungswidrigkeit macht und drastische Strafen für diejenigen vorsieht, die zur „Verbreitung von Informationen unter Minderjährigen über nichttraditionelle sexuelle Ausrichtung“ beitragen oder „den gleichen gesellschaftlichen Wert von traditionellen und nichttraditionellen sexuellen Beziehungen“ propagieren würden.

Parallel zu der Veranstaltung in Leipzig fanden auch in anderen deutschen Städten mit diplomatischen Einrichtungen Russlands Aktionen von QFF statt. So in Berlin, Bonn, Frankfurt am Main und München.

Von Edgar Lopez

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