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Lokales Leipziger Feuerwehrleute demonstrieren in der Innenstadt für bessere Arbeitsbedingungen
Leipzig Lokales Leipziger Feuerwehrleute demonstrieren in der Innenstadt für bessere Arbeitsbedingungen
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18:27 03.02.2014
Rund 200 Angehörige der Leipziger Berufsfeuerwehr haben am Montag für bessere Arbeitsbedingungen demonstriert. Quelle: André Kempner
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Leipzig

Der Unmut der Einsatzkräfte entzündete sich vor allem am neuen Zwölf-Stunden-Dienstsystem, das zum Jahreswechsel eingeführt worden war. Demnach müssen Teile der Belegschaft vier Zwölf-Stunden-Schichten pro Woche ableisten. Dabei wechselten sich Tag und Nachtwachen häufig ab. Diese Regelung raube den Betroffenen Kraft und lasse ihnen weniger Zeit für die eigenen Familien, kritisierte die (DFeuG). Sie forderte eine Rückkehr zum 24-Stunden-System.

Das galt bis Ende vergangenen Jahres für alle Leipziger Feuerwehrleute. Allerdings waren darin auch regelmäßige, unbezahlte Überstunden vorgeschrieben. Im Jahresdurchschnitt mussten die Einsatzkräfte demnach bis zu 52 Stunden pro Woche arbeiten, wurden aber nur für 48 Stunden bezahlt.

Grundlage dieser Regelung waren individuelle Vereinbarungen, die die Stadt als Arbeitgeber mit den Berufsfeuerwehrleuten getroffen hatte. Inzwischen haben Teile der Einsatzkräfte diese Vereinbarungen gekündigt. Die Stadt antwortete mit dem neuen Schichtsystem, das viele Betroffene als schikanös empfinden.

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Weiter richtete sich der Protest gegen die Personalknappheit. „Die Stadt hat in zwei Dienstvereinbarungen versprochen, langfristig neues Personal einzustellen, passiert ist bis heute aber nichts“, sagte DFeuG-Sprecher Matthias Walther während der Kundgebung. Das führe dazu, dass gegenwärtig ehrenamtlich arbeitende Freiwillige Feuerwehren regelmäßig aushelfen müssten.

Weiterer Kritikpunkt: Neue Feuerwachen würden gebaut und neue Fahrzeuge angeschafft. Gleichzeitig verfielen bestehende Wachen und vorhandene Fahrzeuge, so die Gewerkschaft in ihrem Aufruf.

chg

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