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Lokales Leipziger Feuerwehrleute legen im Streit um Überstunden nach
Leipzig Lokales Leipziger Feuerwehrleute legen im Streit um Überstunden nach
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15:41 19.05.2015
Feuerwehren im Einsatz machen viele Überstunden. Quelle: Roland Halkasch

"Wir sind im Interesse der Bevölkerung bereit, mehr zu arbeiten", betonte Uwe Knoll, Vorstandsvorsitzender der Landesgruppe Sachsen der deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft. "Aber dann mit entsprechender Vergütung." Im vorigen Monat hätten bereits fünf Kameraden ihre Individualerklärungen widerrufen, so dass jetzt insgesamt 141 Widerrufe im Neuen Rathaus vorliegen. Derzeit seien rund 350 Berufsfeuerwehrmänner und -frauen im aktiven Dienst, heißt es. Nach Angaben der Gewerkschaft werden im Einsatzdienst der Branddirektion Leipzig derzeit jährlich mehr als 40 000 Überstunden geleistet, in der Regel seien es aktuell 250 bis 300 Stunden je Berufsfeuerwehrmann. Dies war möglich geworden, weil Leipzigs Feuerwehrkameraden vor fünf Jahren Individualerklärungen zur Verlängerung ihrer durchschnittlichen Arbeitszeit unterschrieben. Diese legen fest, dass jeder Mitarbeiter pro Woche durchschnittlich vier Stunden ohne Bezahlung oder Freizeitausgleich arbeitet. Erst für Überstunden, die darüber hinausgehen, gibt es einen Ausgleichsanspruch. Dies sei nicht länger tolerabel, heißt es jetzt.

Die Gewerkschaft macht sich mittlerweile auch für Mitarbeiter der Branddirektion stark, die den Rettungsdienst sicherstellen. Seit Umstellung des Systems werde dort im 12-Stunden-Dienst gearbeitet, heißt es. Weil die Mitarbeiter abwechselnd wieder im 24-Stunden-Dienst eingesetzt würden, ergebe sich eine Mehrbelastung, die nach Ansicht der Gewerkschaft laut Gesetz einen erhöhten Urlaubsanspruch rechtfertigt. Weil dieser nicht gewährt werde, wurde die Stadtverwaltung jetzt um Prüfung dieser Umstände gebeten. "Wir sind gesprächsbereit", betont Knoll.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.09.2013

Andreas Tappert

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